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Hauskatze
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Die Hauskatze (Felis catus, Synonym: Felis domestica) ist die Haustierform der Falbkatze. Sie zählt zu den beliebtesten Heimtieren. In der Rassekatzenzucht werden oft nur die Tiere als Hauskatze bezeichnet, die keiner anerkannten Rasse angehÜren.
Aufgrund ihres Jagdverhaltens sind freilaufende Hauskatzen mancherorts eine Bedrohung der Artenvielfalt und zählen zu den problematischsten invasiven Arten der Welt.cite-ref-3[3]
Contents
⢠KÜrpermerkmale
⢠Stoffwechsel
⢠Lebenserwartung
⢠Verbreitung
⢠Genetik
⢠Sinnesleistungen
⢠Sehsinn
⢠GehÜr
⢠Tastsinn
⢠Verhalten
⢠Jagdverhalten
⢠Sozialverhalten
⢠Kommunikation
⢠Schlafverhalten
⢠Fortpflanzung
⢠Trächtigkeit
⢠Wachstum
⢠Geschlechtsreife
⢠Abstammung
⢠Frßhzeit
⢠Ăgypten
⢠Indien und China
⢠Haltung
⢠Ernährung
⢠Katzenspielzeug
⢠Erkrankungen
⢠Impfungen
⢠Rechtliches
⢠Zucht
⢠Zßchtung
⢠Ausstellungen
⢠Auszeichnungen
⢠Bildende Kunst
⢠Mythologie
⢠Erzählungen
⢠Literatur
⢠Heraldik
⢠Film
⢠Katzenfleisch
⢠Katzenfell
⢠Ăkologie
⢠Bejagung
⢠Literatur
⢠Dokumentation
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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KĂśrpermerkmale
ĂuĂere Merkmale
Die Merkmale der Hauskatze schwanken je nach Verbreitungsgebiet. Bei den gezßchteten Formen sind sie von den Rassestandards abhängig, bei den kulturfolgenden Hauskatzen unterliegen sie dem jeweiligen Selektionsdruck, der von den natßrlichen Umweltbedingungen abhängt.
Hauskatzen sind im Durchschnitt etwa 50 Zentimeter lang (Kopf-Rumpf-Länge) und 4 Kilogramm schwer mit einer groĂen Variationsbreite von ca. 2,5 kg bis ca. 8 kg. Männliche Tiere sind etwas grĂśĂer als weibliche. Die Länge des Schwanzes beträgt etwa 25 bis 30 cm. Eine Ausnahme ist die schwanzlose Manx-Katze von der Insel Man. Die SchulterhĂśhe beträgt 30 bis 35 cm. In Verbreitungsgebieten mit kälterem Klima sind die Katzen allgemein schwerer und grĂśĂer, in wärmeren Gebieten sind sie leichter.
Die National Geographic Society (1981) gibt die durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge mehrerer beliebter Katzenrassen mit 46 cm und die Schwanzlänge mit 30 cm an. Der bisher schwerste dokumentierte Hauskater war der stark adipĂśse âHimmyâ aus Australien mit 21,2 kg.cite-ref-4[4]
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Hauptartikel
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Fellfarben der Hauskatze
Die Hauskatze im Wildtyp besitzt eine M-fĂśrmige Zeichnung auf der Stirn, von den Augen zur Seite gehende âKajalâ-Striche, einen dunklen Aalstrich und dunkle Querstreifen (oder auch Tupfen) an den KĂśrperseiten. Beine und Schwanz sind ebenfalls dunkel gebändert. Ihre Farbe variiert von grau-schwarz bis zu warmen BrauntĂśnen. Die fĂźr die Hauskatze typischen Fellzeichnungen werden als Tabby bezeichnet. Neben dem oben beschriebenen Wildtyp, mackerel (= Englisch fĂźr Makrele) genannt, haben sich weitere Zeichnungen und eine Vielzahl an Fellfarben herausgebildet. In Europa, Nordamerika und Australien Ăźberwiegt die gestromte Zeichnung, die oft mit einer teilweisen WeiĂfärbung verbunden ist.
Die Ohren der Hauskatze stehen aufrecht, sind breit am Ansatz, dreieckfÜrmig und an den Spitzen leicht gerundet. Sie kÜnnen unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen gedreht sowie gänzlich flach an den Hinterkopf angelegt werden. Die Augen sind nach vorne gerichtet und ermÜglichen so räumliches Sehen.
StĂźtz- und Bewegungsapparat
Das Skelett der Hauskatze besteht aus ßber 230 Knochen. Der Schädel der Katze ist kurz und robust gebaut. Die AugenhÜhle ist nicht vollständig knÜchern geschlossen, der hintere Teil wird durch ein bindegewebiges Band verschlossen. Die Wirbelsäule besteht aus sieben Hals-, 13 Brust-, sieben Lenden-, drei zum Kreuzbein verwachsenen Kreuz- und 20 bis 23 Schwanzwirbeln. Das Schlßsselbein ist lediglich ein in den Musculus brachiocephalicus eingelagerter Knochen, der mit dem ßbrigen Skelett nicht in Verbindung steht. Am unteren Ende der Schulterblattgräte (Spina scapulae), dem sogenannten Acromion, besitzen Katzen einen nach unten gerichteten Processus hamatus und einen fßr Katzen typischen nach hinten gerichteten Processus suprahamatus. Der Oberarmknochen besitzt an seinem unteren Ende ein an der Innenseite gelegenes Loch (Foramen supracondylare) zum Durchtritt der Arteria brachialis und des Nervus medianus. Die kräftigen Hinterbeine sind eher auf Springen als auf schnelles Laufen spezialisiert. Die Katze kann dank ihrer kräftigen Muskulatur sehr gut springen und sprinten. Als typischer Lauerjäger ist sie jedoch kein ausdauernder Läufer.
Die Hauskatze ist wie alle Kleinkatzen ein Zehengänger. An den Vorderbeinen hat sie fĂźnf Zehen, wovon eine keinen Bodenkontakt hat, und an den Hinterbeinen vier. Die scharfen gebogenen Krallen dienen unter anderem zum Fangen und Halten der Beute. Sie liegen in Ruheposition durch elastische Bänder zurĂźckgezogen in einer Hauttasche. Sie kĂśnnen zum Beutefang, zum Klettern, zum Markieren des Reviers durch Kratzmarken oder zur Verteidigung âausgefahrenâ werden.
Verdauungsapparat
Das bleibende Gebiss der Katzen hat 30 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte drei Schneidezähne (Incisivi, I) und einen Eck- oder Hakenzahn (Caninus, C). Im Oberkiefer sind drei, im Unterkiefer nur zwei vordere Backenzähne (Prämolaren, P) ausgebildet. In jeder Kieferhälfte ist nur ein hinterer Backenzahn (Molar, M) vorhanden.
Es ergibt sich diese Zahnformel:
| Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I1 | I2 | I3 | C1 | P1 | P2 | P3 | M1 |
| I1 | I2 | I3 | C1 | P1 | P2 | â | M1 |
| Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer |
Das Milchgebiss der Katzen hat 26 Zähne. Mit etwa sechs Monaten findet der Zahnwechsel statt. In dieser Zeit kann es zu âDoppelzähnenâ kommen, wenn die Milchzähne nicht ausfallen. Die hinteren Mahlzähne haben keine Milchzahnvorgänger und die Zahnformel lässt sich folgendermaĂen darstellen:
| Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer | Oberkiefer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| i1 | i2 | i3 | c1 | p1 | p2 | p3 | |
| i1 | i2 | i3 | c1 | p1 | p2 | â | |
| Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer | Unterkiefer |
Typisch fĂźr fleischfressende Raubtiere sind ihre kräftigen Kiefermuskeln und die scharfen Zähne. Mit den stark ausgebildeten ReiĂzähnen, im Oberkiefer der letzte Prämolar, im Unterkiefer der erste Molar, also P3|M1, auch als Brechschere bezeichnet, (und deren an der Basis befindlichen Drucksensoren) kĂśnnen Fleisch und kleine Knochen zerkleinert werden. Die Eckzähne, besser als Fangzähne bezeichnet, dienen vornehmlich dem Fangen, Festhalten und Tragen der Beute; sie werden auch bei Revierkämpfen und zur Fellpflege eingesetzt. Die fadenfĂśrmigen mechanischen Zungenpapillen sind stark verhornt und rachenwärts gerichtet, was bei der Aufnahme von FlĂźssigkeiten wie auch bei der Fellpflege hilft, da sich lose Haare in den Haken verfangen.
Der Verdauungstrakt ist säugertypisch. Der Magen ist einhÜhlig-zusammengesetzt. Der Blinddarm ist 2 bis 4 cm lang. Ein Wurmfortsatz ist hingegen nicht ausgebildet. Der Grimmdarm ist, wie beim Menschen, in Form eines einfachen, nach hinten offenen U gestaltet, hat hingegen keine Bandstreifen. Raubtiertypisch ist der gesamte Verdauungstrakt kurz.
Stoffwechsel
Die Katze benĂśtigt, wie die meisten Säugetiere (einschlieĂlich Mensch), Retinol (oder Vitamin A1), nimmt aber eine Sonderstellung ein, da sie im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren nicht β-Carotin in Retinol umwandeln kann. Sie ist daher natĂźrlicherweise auf den ausreichenden Genuss von Leber angewiesen, um sich mit Vitamin A versorgen zu kĂśnnen.cite-ref-5[5] Weiterhin kann die Katze â im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren â Arachidonsäure nicht aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure synthetisieren und muss diese daher Ăźber die Nahrung aufnehmen.cite-ref-6[6]
Lebenserwartung
Im Haus lebende Katzen erreichen bei Pflege durch den Menschen in der Regel ein Alter von 15 bis 20 Jahren.cite-ref-7[7]cite-ref-geliebte-katze-de-8-0[8] Nach Desmond Morris sind aber auch Lebensalter von mehr als 20 Jahren belegt. Als Ausnahme nennt er den Fall einer Tabbykatze namens âPussâ, die von 1903 bis 1939, also 36 Jahre, gelebt habe.cite-ref-9[9]
Die älteste bekannte Hauskatze war die Katze Creme Puff aus Austin, Texas. Sie wurde am 3. August 1967 geboren und verstarb im Alter von 38 Jahren und drei Tagen am 6. August 2005. Der Besitzer Jake Perry war bereits Halter des vorhergehenden Rekordhalters, eines Katers namens Grandpa Rex Allen.cite-ref-10[10]
In freilaufenden Katzenpopulationen ohne menschliche Zuwendung und medizinische Betreuung liegt die Lebenserwartung einer Katze zwischen 1,4 und 3,2 Jahren (männliche Tiere) bzw. 3,3 und 4,2 Jahren (weibliche Tiere). Diese Zahlen gehen aus Untersuchungen hervor, die von Liberg (1980) in einem ländlichen Gebiet Schwedens und Legay und Pontier (1983) in der franzÜsischen Stadt Lyon durchgefßhrt wurden.cite-ref-11[11]
Verbreitung
Als Heim- oder Haustier kommt die Hauskatze weltweit in nahezu allen vom Menschen besiedelten Gebieten vor. Sie kann als wild oder verwildert lebendes Tier aber nur in klimatisch warmen oder gemäĂigten Zonen unabhängig von subsidiären menschlichen EinflĂźssen leben. Sie gilt als Kulturfolger.
Auch in den biogeographisch lange isolierten Lebensräumen Australiens und Neuseelands, in die sie durch den Menschen eingebracht wurde, konnte sie sich verhältnismäĂig schnell anpassen, beeinflusst dort jedoch zusammen mit einer Vielzahl anderer Neozoen die vorhandenen einzigartigen Ăkosysteme.
Genetik
Karyotyp und Genom
Die Hauskatze besitzt wie die Wildkatze 2n=38 Chromosomen.cite-ref-14[14] Im Chromosomensatz sind etwa 20.000 Gene verortet. Die erste, 2007 publizierte Skizze des Katzengenoms war von einer Abessinierkatze mit einer Länge von etwa 2.700.000.000 bp.cite-ref-15[15] Von Hauskatzen kann ein genetischer Fingerabdruck genommen werden, beispielsweise fßr die Forensik.cite-ref-16[16]
Im Unterschied zu nahe verwandten Raubtieren (beispielsweise Hunden) kann die Hauskatze, so wie Geparden und Tiger, die Geschmacksrichtung sßà nicht wahrnehmen. Der Grund ist eine Mutation im Tas1r2-Gen, genauer eine 247 bp lange Deletion.cite-ref-17[17]
Genetik der Fellfarben
Alle Fellfarben der Katze beruhen auf zwei Farbstoffen: Eumelanin (Schwarz) und Phäomelanin (Rot). In der Streifenzeichnung der wilden Vorfahren kamen beide Farbstoffe vor.
Das Fellmuster der Katzen wird durch das Tabby-Gen bestimmt. Jede Katze hat die Veranlagung zu einer der typischen Fellmusterungen: getigert, gestromt, getupft oder getickt. Auch die einfarbige Katze wie die blaue Kartäuser hat eine solche Veranlagung, die aber das Non-Agouti-Gen (Abk. aa) maskiert.cite-ref-18[18]
Schwarze Katzen haben eine Mutation des Agouti-Locus, durch die das Phäomelanin vollständig durch Eumelanin verdrängt wird, so dass die Fellzeichnung nicht mehr sichtbar ist. Dagegen fehlt roten Katzen jegliches Eumelanin, da das Non-Agouti-Gen bewirkt, dass das Phäomelanin am ganzen KÜrper das Eumelanin unterdrßckt. Das hat keine Auswirkung auf die Fellzeichnung roter Katzen: sie zeigen immer das Tabby-Muster.
Beide Farben kÜnnen durch andere Gene aufgehellt werden. So wird die Farbe Schwarz (Black) durch eine Mutation des Braun-Locus zu Schokolade (Chocolate) oder zur Zimtfarbe (Cinnamon) aufgehellt. Durch das Verdßnnungsgen (maltese dilution, Abk. dd) verwandelt sich Schwarz in Blau (Blue, die Farbe der Kartäuserkatze), Chocolate in Lilac (oder Lavendel oder Frost), Cinnamon zu Fawn und Rot (Orange) zu Creme (cream). 1974 wurde ein weiteres Verdßnnungsgen entdeckt, der Verdßnnungsmodifikator (Dilution modifier, Abk. Dm). Dieser verändert die Farben Blau, Lila und Fawn zu Caramel und Creme zu Apricot.
WeiĂe oder gescheckte Katzen entstehen dadurch, dass der Haut die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) fehlen, sind also ganz oder teilweise leuzistisch. Vollständig weiĂe Katzen sind häufig taub, gescheckte Katzen nicht.
Eine dreifarbige Katze ist auf den ersten Blick als weibliche Katze zu erkennen, da sich das Gen fĂźr die Fellfarbe auf dem X-Chromosom befindet. Die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich beruht wie bei allen Säugetieren auf dem Karyotyp der Geschlechtschromosomen, nach dem XX weiblich und XY männlich ist. Daher kĂśnnen manche weibliche Katzen auf einem X-Chromosom das Gen fĂźr die Fellfarbe schwarz und auf dem anderen das Gen fĂźr die Fellfarbe rot besitzen und deshalb ein dreifarbiges Fell ausbilden (kodominanter Erbgang). Der weiĂe Teil der Fellfarbe wird nicht vom X-Chromosom gesteuert, die zuständige Allelserie wird autosomal vererbt.
Sinnesleistungen
Man geht davon aus, dass der Sehsinn von Katzen vor allem auf die Wahrnehmung von Bewegungen spezialisiert ist und die Leistung in der Schärfe- und Detailwahrnehmung eher durchschnittlich ist. Bei der effizienten Jagd hilft das feine GehÜr mit der Funktion des RichtungshÜrens beim Auffinden der Beutetiere. Der Geruchssinn hingegen ist vergleichsweise weniger hochentwickelt, doch immer noch deutlich besser als der des Menschen.
Sehsinn
Die groĂen Augen sind frontal ausgerichtet, wodurch sowohl räumliches Sehen als auch exaktes Einschätzen von Entfernungen mĂśglich sind. Die Katze nimmt besonders gut rasche Bewegungen wahr, und bei Dunkelheit benĂśtigt sie im Verhältnis zum Menschen lediglich ein Sechstel der Lichtmenge, um ein Bild zu empfangen. Dies wird durch die hohe Dichte an Stäbchen auf der Netzhaut und eine Reflexionsschicht im Augenhintergrund mĂśglich. Das Stäbchen/Zapfen-Verhältnis der Netzhautrezeptoren liegt bei etwa 63:1 (beim Menschen 20:1), variiert jedoch sehr stark zwischen dem Zentrum der Netzhaut (10:1) und der Peripherie (200:1). Ein weiterer Grund ist das Tapetum lucidum, eine direkt hinter der Netzhaut liegende Zellschicht, die das durch die PhotopigmentmolekĂźle in den Stäbchen und Zapfen nicht absorbierte Licht reflektiert und nochmals auf die Sinneszellen strahlt. Diese Schicht ist auch der Grund, warum Katzenaugen im Dunkeln zu leuchten scheinen, wenn man sie anleuchtet. Katzen sehen daher auch bei Dämmerung und in der Nacht noch sehr gut, solange Restlicht vorhanden ist. In einem komplett abgedunkelten Raum dagegen sind auch Katzen blind. Da die Katze ihre Augen nur wenig nach links oder rechts bewegen kann, muss sie, um in eine andere Richtung schauen zu kĂśnnen, ihren Kopf bewegen. Durch die nach vorne gerichteten Augen ergibt sich eine starke Ăberschneidung der Sehachsen, was ein gutes räumliches SehvermĂśgen bedeutet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200° bis 220°. Um das Restlicht besser einfangen zu kĂśnnen, Ăśffnen sich bei abnehmender Helligkeit die vertikal schlitzfĂśrmigen Pupillen kreisrund, wodurch gleichzeitig die Sehschärfe abnimmt.cite-ref-wasistwas-19-0[19]
Wegen der sich schlitzfĂśrmig verengenden Pupillen ist die Sehschärfe der Katzen bei Helligkeit fĂźr waagerechte und senkrechte Strukturen und Bewegungen unterschiedlich. Senkrechte Linien sehen sie schärfer als waagerechte und kĂśnnen daher horizontale Bewegungen besser wahrnehmen als vertikale, was mit ein Grund fĂźr die typische schräge Kopfhaltung von Katzen ist, sobald sie bestimmte Dinge fixieren. Abgesehen davon, dass Katzen unter gleichen Bedingungen waagerechte Linien unschärfer sehen als der Mensch, ist auch ihr VermĂśgen, Farbdifferenzen wahrzunehmen, weniger gut ausgebildet. Grund dafĂźr ist der Umstand, dass der Anteil farbempfindlicher Zapfen in der Netzhaut der Katze viel geringer ist als beim Menschen und das Auge der Katze auĂerdem, wie das des Hundes, nur Ăźber zwei verschiedene Zapfentypen (Dichromat) verfĂźgt, die fĂźr GrĂźn und Blau, nicht aber Rot empfindlich sind. Rot ist also eine Farbe, die weder Hunde noch Katzen sehen kĂśnnen (siehe auch: Sehsinn des Hundes), und die vermutlich als ein Gelbton wahrgenommen wird.cite-ref-20[20]
Dafßr kÜnnen Katzen ihre Umgebung in Blau- und Grßnschattierungen verschiedenster Intensität und Kombinationen wahrnehmen, wobei die bevorzugte Farbe von Katzen, fßr die ihre Augen auch am empfindlichsten sind, Blau ist. Dies wurde bei ßber 2000 Versuchen des Instituts fßr Zoologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz festgestellt. Unter verschiedenen Beleuchtungsverhältnissen hatten die Katzen die Wahl zwischen Gelb und Blau, um an ihr Futter zu kommen. 95 Prozent entschieden sich fßr die Farbe Blau.
GehĂśr
Das GehĂśr ist bei der Katze besonders gut ausgebildet und zählt zu den besten unter den Säugetieren. Die Wahrnehmungsschwelle liegt bei einem Schalldruckpegel von â10 dB SPL und damit niedriger als beim Haushund (0 dB SPL). Der Frequenzumfang des GehĂśrs der Katze reicht von 55 Hz bis 79 kHz (beim Menschen 20 Hz bis 20 kHz).cite-ref-21[21] Die obere Frequenzgrenze liegt im Bereich der Geräusche, die Mäuse als wichtigste Beutetiere von sich geben. Es ist zudem ein Frequenzbereich, in dem die Schallquellen wesentlich besser lokalisiert werden kĂśnnen. Die Katze verharrt dazu unbeweglich und richtet die meist groĂen, aufgerichteten und beweglichen Ohren in die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Beim Fressen auf Bodenniveau stellt die Katze ihre Ohren automatisch nach hinten, damit die Eigengeräusche nicht ins Gewicht fallen.
Geruchs- und Geschmackssinn
Der Geruchssinn der Katze ist weniger ausgeprägt als ihr GehÜr oder ihr Sehsinn. Er ist schwächer als der des Hundes, aber deutlich besser als der des Menschen. Wie bei allen Säugetieren dient er der sensorischen Prßfung von Nahrung und der Wahrnehmung und Erkennung von Artgenossen und anderen Lebewesen.
Katzen erkennen einander am KĂśrpergeruch, der etwas Ăźber Geschlecht, Gene, hormonellen Status und RevieransprĂźche aussagt. Sowohl Männchen als auch Weibchen markieren ihre Reviere immer an denselben, regelmäĂig inspizierten Stellen durch Duftmarken, die aus Absonderungen aus SchweiĂ- und TalgdrĂźsen gebildet und durch Reiben oder Krallenwetzen oder durch Verspritzen von Urin gesetzt werden, der sich durch einen strengeren Geruch vom eigentlichen Urin unterscheidet. Verschiedene Ursachen fĂźr den Geruch sind mĂśglich, so finden sich beim Harnmarkieren die Aminosäuren Felinin und Isovalthen in der FlĂźssigkeit â bei Katern zu einem wesentlich hĂśheren Anteil als bei Katzen.cite-ref-23[23]
Die SchweiĂdrĂźsen sitzen vor allem an den FuĂballen, im Umkreis des Mauls, am Kinn, um die Brustwarzen und um den Anus. Die TalgdrĂźsen sind am Oberkiefer, an der Schwanzwurzel und beim Männchen unter der Vorhaut konzentriert. Kater haben zusätzlich eine Anhäufung von DuftdrĂźsen in einer Art mit einem Kanal versehenen Tasche neben dem Anus. Alle SchweiĂ- und TalgdrĂźsen dienen hauptsächlich der Kommunikation Ăźber den Geruch durch Reiben an Gegenständen, Artgenossen und Personen. Beim Aufnehmen von DĂźften hilft Katzen ein spezielles Organ, das zwischen Rachen- und NasenhĂśhle sitzt und Jacobsonsches Organ genannt wird.
In Momenten starker Gefßhlsregung kann es vorkommen, dass sich der anale Drßsenbeutel der Katze entleert und eine streng riechende braune Flßssigkeit freigibt. An einigen Dßften kÜnnen sich Katzen erregen und flehmen dann mit halb offenem Mund mit hochgezogener Oberlippe und gekräuselter Nase. Zu diesen Dßften gehÜren Geruchsstoffe von Pflanzen, im Besonderen Echte Katzenminze Nepeta cataria (Nepetalacton, Actinidin), Baldrian Valeriana (Valepotriate?, Isovaleriansäure?, Actinidin), Japanischer Strahlengriffel Actinidia polygama (Matatabilacton, Actinidin) und Katzen-Gamander Teucrium marum (Dolichodial), aber auch dem Menschen eigene Gerßche. Zudem werden durch das Flehmen oft neue Gerßche aufgenommen und abgespeichert.
Gleichgewichtssinn und Stellreflex
Die Katze hat einen fein ausgeprägten Gleichgewichtssinn und eine sehr gute Bewegungskoordination. Katzen sind auch in groĂen HĂśhen schwindelfrei. Bei einem Fall aus zwei bis drei Metern HĂśhe kĂśnnen sie sich aus fast jeder Lage reflexhaft in die Bauchlage drehen und mit nach unten ausgestreckten Pfoten auf dem Boden landen (Stellreflex der Katze). Dazu winkelt die Katze ihren gesamten KĂśrper mittig an und rotiert dann Vorderteil und Hinterteil um deren jeweilige Längsachsen; der Vorgang ähnelt der Rotation eines Kreuzgelenks. Anders als frĂźher angenommen, spielt die Rotation des Schwanzes nur eine untergeordnete Rolle; dessen Masse ist viel zu gering, um dem restlichen KĂśrper einen hinreichenden Drehimpuls zu verleihen.
Beim Fall aus sehr groĂen (nicht aber mittleren) HĂśhen entfalten die eingenommene Position mit extrem gespreizten Pfoten und das sich aufblähende lockere Fell am Ăbergang der Beine zum Bauch die Wirkung eines Fallschirms, womit die Aufprallgeschwindigkeit und damit die Verletzungsgefahr erheblich reduziert wird. Es sind Fälle dokumentiert, bei denen Katzen StĂźrze aus HĂśhen von Ăźber 18 Stockwerken Ăźberlebt haben.cite-ref-24[24]
Tastsinn
Katzen haben einen hochentwickelten Tastsinn. Sie besitzen Ăźber den ganzen KĂśrper verteilt Tastrezeptoren. Die hauptsächlich an Ober- und Unterlippe sowie Ăźber den Augen befindlichen langen Tast- bzw. Schnurrhaare (Vibrissen), deren Wurzeln mit dem weitverzweigten Netz der Nervenenden verbunden sind, signalisieren, wenn eine Ăffnung zu eng oder ein Hindernis im Weg ist. Die bereits bei neugeborenen Katzen vorhandenen Schnurrhaare kĂśnnen beträchtliche Länge erreichen, sind beweglich und wachsen nach dem Ausfallen nach. Mit ihrer Hilfe erkennen sie Gegenstände und Tiere, die sie in der Dunkelheit nicht sehen kĂśnnen; das erlaubt ihnen selbst bei Erblindung ein annähernd normales Bewegen zumindest in bekannter Umgebung. Besonders empfindlich sind auch Rezeptoren an den Vorderpfoten, welche die durch Beutetiere ausgelĂśsten BodenerschĂźtterungen wahrnehmen.cite-ref-wasistwas-19-1[19]
Orientierungssinn
⢠Scharfes Gedächtnis und visuelle Erinnerung: Katzen haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und kÜnnen sich an markante Landschaftsmerkmale, Gerßche und Geräusche erinnern. Sie nutzen diese Erinnerungen, um ihren Weg zu finden.
⢠Geruchssinn: Katzen haben einen sehr feinen Geruchssinn und kĂśnnen GerĂźche Ăźber groĂe Entfernungen wahrnehmen. Sie setzen Duftmarken mit Pheromonen, um ihr Territorium zu markieren und sich zu orientieren.
⢠HĂśrsinn: Katzen haben ein auĂergewĂśhnliches GehĂśr und kĂśnnen hohe Frequenzen hĂśren, die Menschen nicht wahrnehmen kĂśnnen. Sie nutzen Geräusche, um sich zu orientieren und ihre Umgebung zu erkunden.
⢠Tastsinn: Die Vibrissen (Schnurrhaare) der Katzen sind sehr empfindlich und helfen ihnen, sich in engen Räumen zu orientieren und Hindernisse zu vermeiden.
⢠Magnetsinn: Es gibt Hinweise darauf, dass Katzen, ähnlich wie einige andere Tiere, das Erdmagnetfeld wahrnehmen kÜnnen. Dies kÜnnte ihnen helfen, ihre Position zu bestimmen und sich zu orientieren, insbesondere wenn visuelle und olfaktorische Hinweise fehlen.cite-ref-28[28] Es gibt jedoch noch nicht viele Studien, die dies bei Hauskatzen eindeutig belegen.
Katzen kÜnnen oft erstaunlich präzise Orte wiederfinden, ohne den Weg dahin jemals gegangen zu sein. Dies kÜnnte durch folgende Mechanismen erklärt werden:
⢠Innere Landkarten: Katzen scheinen mentale Karten ihrer Umgebung zu erstellen, die ihnen helfen, Entfernungen und Richtungen einzuschätzen.
⢠Erkundungsverhalten: Auch wenn eine Katze einen bestimmten Weg noch nie gegangen ist, kann sie durch vorherige Erkundungen der Umgebung wissen, wo sich bestimmte Orte befinden.
⢠Intuition und Instinkt: Katzen haben starke instinktive Fähigkeiten, die ihnen helfen, sich zu orientieren. Dies umfasst mĂśglicherweise eine Art von âinnerem Kompassâ, der durch verschiedene sensorische Informationen gespeist wird.
In einem Experiment testete man die Fähigkeit von Katzen, sich in verschiedenen Entfernungen richtig nach Hause zu orientieren. Die Katzen wurden in Säcken getragen und in die Mitte eines Labyrinths gebracht, das zu sechs gleich verteilten Ausgängen fĂźhrte. Die Mehrheit der Katzen wanderte nicht durch das Labyrinth, sondern wählte schnell einen Ausgang (obwohl sie die Sicherheit des Labyrinths nicht verlassen durften). Die Forscher fanden heraus, dass der Heimsuchsinn der Katzen direkt mit ihrer Entfernung von zu Hause zusammenhing. In Entfernungen von 5 km (3,1 Meilen) von zu Hause wählten 60 % der Katzen den Ausgang, der in Richtung ihres Zuhauses zeigte, und in grĂśĂeren Entfernungen schienen sie die Richtung ihres Zuhauses nicht zu kennen.cite-ref-29[29]
Verhalten
Das Verhalten von Hauskatzen wird hauptsächlich dadurch bestimmt, dass sie Raubtiere sind.
Die alte Meinung, Hauskatzen seien per se Einzelgänger, ist widerlegt. Es gibt zwar â wie bei allen sozialen Tierarten â auch unter den Hauskatzen Einzelgänger, von Natur aus sind sie jedoch soziale Tiere. Beobachtet man grĂśĂere Katzenpopulationen, beispielsweise auf vielen BauernhĂśfen oder in manchen GroĂstädten wie auf dem Largo di Torre Argentina in Rom, sind vielfältige soziale Interaktionen zwischen den Tieren augenfällig. Da die allermeisten anderen Katzenarten Einzelgänger sind, bildet die Hauskatze zusammen mit den LĂśwen eine Ausnahme der Regel. Im Gegensatz zu den LĂśwen, die als echte Rudeltiere zusammen auf die Jagd gehen, geht die Hauskatze allerdings alleine auf die Jagd. Sie ist aufgrund der GrĂśĂe ihrer Beutetiere nicht auf andere Katzen angewiesen und dadurch jederzeit alleine dauerhaft Ăźberlebensfähig. Das Zusammenleben in einer Gruppe ist bei den Hauskatzen also fakultativ. Die Tatsache, dass Hauskatzen soziale Tiere sind, war Ăźberhaupt erst die Grundlage fĂźr ihre Domestikation und ermĂśglicht die Interaktion mit dem Menschen. Im Gegensatz dazu sind Einzelgänger wie die Europäische Wildkatze nicht domestizierbar.
Jagdverhalten
Das vielleicht bekannteste Verhalten der Hauskatze, das sogar sprichwĂśrtlich ist, ist das Spielen mit gefangener Beute, welches auch von Besitzern meist als Grausamkeit falsch interpretiert wird. Es handelt sich vielmehr um ein instinktives BedĂźrfnis, sicherzustellen, dass die Beute schwach genug ist, um gefahrlos getĂśtet werden zu kĂśnnen.cite-ref-30[30] Anderen wissenschaftlichen Deutungen gemäà handelt es sich bei diesem Verhalten um Ăbung der Jagd oder um eine Folge der Entwicklung eines Lustgewinns aus der Jagd.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]
Bei grĂśĂeren Beutetieren wie Ratten oder Kaninchen bohrt die Katze die Eckzähne wie Keile zwischen die Halswirbel, um das Halsmark zu durchtrennen. Diese bei kleinen Katzen häufigste Art zu tĂśten wirkt sofort, auch wenn das Beutetier sich oft noch bewegt.cite-ref-33[33] Wiesel und Iltisse werden normalerweise nur von groĂen und starken Katern Ăźberwältigt. Auch Schlangen oder Blindschleichen werden von Hauskatzen erbeutet. Fische (z. B. in Gartenteichen) sind allerdings nur fĂźr manche Katzen interessant, andere meiden das nasse Element.cite-ref-34[34]
Sozialverhalten
Auf dem Land, wenn Katzen zwar zu einem Haus gehĂśren, aber dort auĂerhalb der direkten Kontrolle durch den Menschen leben, schlieĂen sie sich häufig zu kleinen Gruppen aus verwandten Weibchen, deren Jungen, halbwĂźchsigen Jungen und einem oder zwei Katern zusammen. Die vielen Katzen in den verschiedenen Farben stammen gewĂśhnlich alle von einer einzigen Katze ab, welche die BegrĂźnderin dieser Gemeinschaft war.
Während sich die Männchen beim Erreichen der Geschlechtsreife meist zerstreuen und neue Reviere aufsuchen, bleiben die Weibchen im Revier der Mutter und vergrĂśĂern so die Gruppe. Sie ziehen die Jungen auf und verjagen fremde Eindringlinge, zeigen sich aber gegenĂźber ausgewachsenen Katern toleranter, da jene grĂśĂer und aggressiver sind. Auch wenn sie das vom Menschen bereitgestellte Futter teilen, bleiben sie auf der Jagd jedoch Einzelgänger. Anders als LĂśwen jagen Hauskatzen nicht gemeinschaftlich. Bei Einbruch der Nacht schleichen sie allein durch die Wiesen und Wälder und suchen nach Beute. Ihre Jagdmethode, die sie als Schleich- oder Lauerjäger charakterisiert, ähnelt der ihrer wild lebenden Verwandten: Anschleichen an die Beute und Ansprung aus kĂźrzester Entfernung. Besonders jĂźngere Katzen reagieren auf bewegte Gegenstände fast wie auf lebendige Beute, wodurch sie ihre Jagdfähigkeiten trainieren (âSpieltriebâ).
In groĂen Städten, in denen sich die Ămter nicht verstärkt um die Unterbringung herumstreunender Tiere in Tierheimen kĂźmmern und ein entsprechend reichliches Nahrungsangebot vorhanden ist, halten sich oft zahlreiche Katzen in bestimmten Bereichen auf. In städtischen Gärten, auf FriedhĂśfen, an Ausgrabungsstätten und auch in Industriegebieten kĂśnnen sich groĂe Kolonien bilden. Innerhalb der Kolonien besteht eine Rangordnung von kleineren durch weibliche Tiere dominierte Gruppen.
Kommunikation
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Hauptartikel
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Kommunikation der Hauskatze
Katzen kommunizieren durch KĂśrpersprache, Laute und GerĂźche. Duftsignale werden sowohl zur Kommunikation in der direkten Begegnung als auch auf weite Entfernungen eingesetzt. Talg- und SchweiĂdrĂźsen produzieren die dafĂźr notwendigen Duftstoffe, die durch Reiben, Kratzen und Urin an Gegenständen, Pflanzen und Personen verteilt werden.
KĂśrpersprache
Ist die Spitze des aufrechten Schwanzes stark durchgebogen, kann das eine freundliche BegrĂźĂung oder auch Vorfreude bedeuten auf das, was sie vom Menschen erwarten, besonders wenn die Schwanzspitze leicht zittert. Ein hocherhobener Schwanz mit leicht gebogener Spitze kann Freude, VergnĂźgen, Erwartung oder Spannung bedeuten. Hat die Katze ihren Schwanz erhoben, so fĂźhlt sie sich normalerweise wohl und sicher. In entspannter Haltung wird der Schwanz häufig horizontal mit leichter Biegung nach unten getragen. Ist der Schwanz stark nach unten gebogen und aufgeplustert, so ist das oft ein Zeichen der Drohung und Aggression. Schwanzzucken oder schnelles Hin- und Herpeitschen des Schwanzes bedeutet, dass die Katze mĂśglicherweise aggressiv oder irritiert ist.
Wichtige Signale gehen auch von der Gesichtsmuskulatur aus. Fixiert die Katze ihr Gegenßber mit den Augen, so ist sie aufmerksam bei zunächst neutraler Stimmung. Verengen sich dabei die Pupillen zu Schlitzen und richten sich die Schnurrhaare deutlich nach vorne, wird der Hals eingezogen und die Ohren zur Seite gefaltet, droht oder warnt die Katze. Sind die Pupillen erweitert, wird normalerweise Angst und Unterwerfung signalisiert. Fßhlt sich die Katze wohl und ist sie entspannt, werden die Augen oft halb geschlossen gehalten, so dass die Nickhaut sichtbar wird. Sind die Ohren zur Seite gefaltet, kann die Katze aggressiv sein. Liegen sie flach nach hinten eng am Kopf an, signalisieren sie häufig Furcht. Nach vorn gerichtete Ohren kÜnnen Neugier und Aufmerksamkeit bedeuten.
Ein weiteres Element der KĂśrpersprache von Katzen ist der Milchtritt. Junge Katzen treten dabei mit den Vorderpfoten gegen die Zitzen der Mutter, um die Freigabe der Milch anzuregen. Diese Verhaltensweise bleibt auch erwachsenen Katzen erhalten und zeigt sich zum Beispiel, wenn sie sich sehr wohlfĂźhlen, aber auch wenn sie ihren Schlafplatz vorbereiten.
Das Anschauen mit halb geschlossenen Augen ist ein Zeichen von Freundlichkeit oder Zuneigung und kann mit dem Lächeln des Menschen verglichen werden. Auch das Blinzeln mit einem Auge ist ähnlich zu deuten. Beides ist vom Menschen leicht zu imitieren und wird von der Katze oft erwidert. Ebenso reagiert eine Katze auf längeres Anschauen sogar mit Gähnen und Abwenden des Kopfes. Es ist dann kein Zeichen von Mßdigkeit, sondern eine Antiaggressionsgeste.
Vor einem Angriff macht sie sich in der Regel grĂśĂer und bedrohlicher, indem sie einen Buckel macht und sich quer stellt. Sie streckt die Beine ganz durch, stellt das Fell auf und geht langsam auf den Gegner zu. EntblĂśĂt sie ihr Gebiss, kann das eine Drohgeste sein. Eine unsichere Katze macht sich jedoch häufig klein, sammelt die Beine unter dem KĂśrper und legt den Schwanz eng an. Dabei kauert sie sich oft auf den Boden, um sich notfalls sofort auf den RĂźcken fallen zu lassen und den Gegner mit Krallen und Zähnen abwehren zu kĂśnnen.
Auf der KĂśrpersprache grĂźndet sich auch die weit verbreitete Abneigung von Katzen gegen Hunde und umgekehrt, die irrigerweise oft als Erbfeindschaft gesehen wird. Die deutlich unterschiedliche KĂśrpersprache mit Signalen häufig gegensätzlicher Bedeutung kann zu Auseinandersetzungen fĂźhren. Wenn beispielsweise ein Hund bellend auf eine Katze zuläuft, mĂśchte er die Katze unter Umständen nur begrĂźĂen, sie interpretiert das jedoch als Angriffsverhalten. Die darauf folgende Flucht der Katze weckt wiederum im Hund den Jagdinstinkt.
Schwanzwedeln und PfĂśtchengeben bedeutet beim Hund freudige Erwartung oder freundliche BegrĂźĂung. Im Gegensatz dazu signalisiert ein wedelnder, peitschender Schwanz der Katze Unmut oder latente Aggressivität, das Heben der Pfote sagt: Bis hierher und nicht weiter! Oft legt sich die Katze daraufhin auf die Seite, um sich mit ihren Krallen verteidigen zu kĂśnnen, was vom Hund als Unterwerfung oder Spielaufforderung verstanden wird. Wenn dagegen sich die Katze (ausnahmsweise) einem Hund mit freundlich erhobenem Schwanz nähert, interpretiert dieser das â wie er es bei der Begegnung mit anderen Hunden gewohnt ist â als âKomm mir ja nicht zu nahe!â und reagiert eher aggressiv und mit Gebell.
Wenn Hund und Katze von klein auf aneinander gewĂśhnt sind, treten meist keine Schwierigkeiten auf.
Lautsprache
Sind Katzen sich bereits näher gekommen, werden akustische Signale eingesetzt, um die Aussagen der KÜrpersprache zu verstärken. Fauchen und Knurren sind Signale fßr Aggressivität oder auch Angst. Durch taubenartiges Gurren ruft ein Muttertier seine Jungen zu sich. Das jammernde Geschrei der Kater in der Nacht dient der Behauptung gegenßber Rivalen und der Werbung um ein Weibchen.
Das Miauen ist der charakteristischste Laut, den die Katze hervorbringt. Er kann unterschiedliche Bedeutungen haben und wird in verschiedenen Situationen angewandt. Durch die Domestizierung wurde die Neigung zu miauen verstärkt, um wie Jungtiere Zuwendung und Leckerbissen zu bekommen. Einige Katzen miauen, wenn sie Angst haben. Nicht domestizierte Katzen vermeiden das Miauen weitgehend, um andere Raubtiere (etwa GreifvÜgel) nicht unnÜtig auf sich aufmerksam zu machen.
Ein anderer katzentypischer Laut ist das Schnurren, eine LautäuĂerung, deren Entstehung noch nicht geklärt ist. Bereits einige Tage nach der Geburt drĂźcken Kätzchen durch beständiges Schnurren Wohlbefinden aus. Dieser Laut Ăźberträgt beim KĂśrperkontakt zwischen Muttertier oder Mensch und Katze Vibrationen. Scheue und unsichere Tiere versuchen, die Gunst des Gefährten zu erobern oder zu bewahren, indem sie ohne Unterbrechung und aus einer gewissen Entfernung hĂśrbar schnurren. Zudem schnurren Katzen auch, wenn sie Schmerzen haben oder krank sind, um ihre Unterlegenheit zu demonstrieren und sich davor zu schĂźtzen, dass sich ihre Situation noch verschlechtert. Es dient zudem der eigenen Beruhigung. Die Katze sendet durch ihr Schnurren, die Reibung am KĂśrper und den hoch aufgerichteten Schwanz in der Regel friedfertige, besänftigende Signale aus, die Aggressionen abbauen sollen. Wie jĂźngere US-Untersuchungen ergeben haben, erzeugen Katzen beim Schnurren Vibrationen in einem Frequenzbereich zwischen 27 und 44 Hz.
Im Gegensatz zu den GroĂkatzen ist bei allen anderen Katzenarten das Zungenbein vollständig verknĂśchert. Aufgrund der besonderen Form ihrer Stimmritze sind allein GroĂkatzen in der Lage zu brĂźllen.
Bemerkenswerterweise nutzen Hauskatzen differenzierte LautäuĂerungen zur Kommunikation mit dem Menschen, die erwachsene Katzen untereinander nicht benutzen.
Schlafverhalten
Hauskatzen sind dämmerungsaktiv. Das bedeutet, dass sie am Morgen und am Abend besonders aktiv sind, aber tagsßber und nachts schlafen oder dÜsen. Aufgrund des engen Zusammenlebens mit Menschen passen sich Hauskatzen jedoch auch oft dem menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus an.cite-ref-35[35]
Katzen schlafen meistens mehrmals während des Tages und verbringen so durchschnittlich etwa 16 Stunden am Tag schlafend. Der Schlaf verläuft in den Phasen des flachen Schlafs und des Tiefschlafs. Zudem ruht sich die Katze aus, indem sie sich, ohne zu schlafen, mit geschlossenen Augen hinlegt.
Seit 1955 wurden zur Erforschung dieses Verhaltens zahlreiche Experimente angestellt. In der Phase des flachen Schlafs wacht die Katze beim geringsten Geräusch auf. Darauf folgt der Tiefschlaf mit einer Phase, die man paradoxen Schlaf nennt und die der Traumphase entspricht. Die Muskeln sind dabei entspannter und die Aufwachschwelle ist deutlich hÜher. Nach EEG-Messungen herrscht in dieser Phase eine Hirnaktivität, die mit jener der Wachphasen vergleichbar ist. Ein weiteres Anzeichen fßr die Traumphase sind die schnellen Augenbewegungen (Rapid Eye Movement = REM) unter dem geschlossenen Lid. Manchmal zucken Beine, Schwanz, Haut und Schnurrhaare. Nach sechs oder sieben Minuten Tiefschlaf folgt eine etwa 20 bis 30 Minuten lange Phase flachen Schlafs. Schlafphasen folgen auf Traumphasen. Dann gähnt die Katze, steht auf, wechselt ihre Position und schläft wieder ein.
Nimmt die Katze während des Schlafens ein ungewohntes Geräusch wahr, Üffnet sie ein Auge. Kann sie das Geräusch immer noch nicht identifizieren, ist sie rasch wach und aufmerksam. Wenn sie aber von allein aufwacht, gähnt sie zunächst ausgiebig und beginnt dann, sich zu strecken. Dabei wird durch präzise und sorgfältige Bewegung jeder Muskel gedehnt.
Eine in die menschliche Familie integrierte freilaufende Katze hat Ăźblicherweise kein Problem damit, die Nacht im Haus Ăźberwiegend schlafend zu verbringen. Genauso aber kann sie umgekehrt die Nacht im Freien verbringen und den grĂśĂten Teil des Tages im Hause schlafen. Hier sind individuelle Verhaltensmuster weit gestreut und wechseln auch nach Wetter und Jahreszeit.
Fortpflanzung
Weibliche Katzen, Kätzinnen genannt, werden zwischen dem vierten und zwÜlften Lebensmonat geschlechtsreif und damit zum ersten Mal rollig. Der Eintritt in die Geschlechtsreife wird von verschiedenen Faktoren wie Jahreszeit, Tageslichtdauer, KÜrperkondition und Rasse beeinflusst. Langhaarkatzen werden häufig erst mit 11 bis 21 Monaten geschlechtsreif. Während der Rolligkeit ist die Kätzin etwa fßnf bis sechs Tage lang empfänglich, der Follikelsprung vollzieht sich zumeist nur, wenn die Kätzin gedeckt wird, manchmal reichen aber bereits visuelle oder Geruchsreize (Pheromone) zu dessen AuslÜsung aus. Eine rollige Kätzin reibt sich ständig an Gegenständen, rollt sich oft auf dem Boden und hält ihr Hinterteil auffordernd in die HÜhe. Wurde sie nicht von einem Kater gedeckt, wird sie normalerweise nach neun Tagen erneut rollig. Es kann aber auch zu einer Dauerrolligkeit kommen. Kommt es zum Follikelsprung, aber nicht zu einer Trächtigkeit, so erfolgt die neue Rolligkeit nach fßnf bis sechs Wochen.cite-ref-36[36]
Mittels Duftstoffen im Urin, welche die Paarungsbereitschaft signalisieren, und durch eindringliche Rufe locken freilebende Kätzinnen oft mehrere Bewerber herbei. Kommen die Kater heran, werden sie in der ersten Phase von der Kätzin durch Fauchen und Pfotenhiebe auf Distanz gehalten (erfahrene Kater verstehen dem auszuweichen). Die Kätzin zieht sich auf eine sichere Entfernung zurĂźck, während die Männchen untereinander unter warnendem Knurren, drohenden Blicken und lautstarkem Geschrei Hiebe austauschen. Sie mustern sich gegenseitig und schleichen langsam umeinander herum. Zieht sich in dieser Phase keiner der Bewerber zurĂźck, kann aus diesen Begegnungen ein erbitterter Kampf werden, aus dem die Kater mit Kratz- und Bisswunden hervorgehen. Unkastrierte Kater haben eine hĂśhere Sterblichkeit als kastrierte Artgenossen. Sie Ăźberwinden auf der Suche nach einem rolligen Weibchen oder einem noch unbesetzten Revier sehr groĂe Distanzen (oft mehrere Kilometer) und erleiden aufgrund der beschriebenen Kämpfe mit Rivalen häufig Verletzungen, fallen Ăśfter dem StraĂenverkehr zum Opfer oder ziehen sich durch Bisse Ăźbertragbare Viruserkrankungen zu.
Letztlich trifft aber das Weibchen die Entscheidung, wer sein Paarungspartner wird. Erst wenn das Weibchen seine Bereitschaft signalisiert und die am Boden kauernde Haltung mit gestrecktem Hinterteil und zur Seite gebogenem Schwanz einnimmt, kann die Paarung stattfinden. Der Akt dauert nur wenige Sekunden und wird von einem charakteristischen Deckschrei des Weibchens begleitet. Er endet abrupt, indem das Weibchen das Männchen gewaltsam abschĂźttelt und meist auch Hiebe austeilt. Am Penis des Katers befinden sich Widerhaken (Penisstacheln), weshalb der Geschlechtsakt fĂźr die Kätzin schmerzhaft ist. Nach erfolgreichem Deckakt rollt sich das Weibchen mehrmals in gestreckter Haltung auf dem Boden. Auf dieses charakteristische Rollen geht der Ausdruck âRolligkeitâ fĂźr die Brunst der Katze zurĂźck. Eine rollige Kätzin kann sich mit mehreren Männchen paaren. Entsprechend kĂśnnen die Geschwister eines Wurfes verschiedene Väter haben.
Trächtigkeit
Nach vollzogener Paarung (Deckung) kommt es nach ca. 24 Stunden zur Ovulation (Eisprung). Das Ei ist, anders als beim Hund, zu diesem Zeitpunkt bereits befruchtungsfähig. Die Befruchtung durch die Spermien erfolgt im Eileiter. Nach einer knapp zweiwĂśchigen Wanderung und mehrmaligen Zellteilungen im Eileiter und in der Gebärmutter entsteht eine Blastocyste, ein Mehrzellstadium des befruchteten Eies, die sich in die Gebärmutterwand einnistet. Es bildet sich rasch eine gĂźrtelartige Plazenta um den FĂśtus, die den âStoffaustauschâ mit der Mutter gewährleistet.
Die Rolligkeit ist nach vollzogener Paarung bei der Katze nicht sofort beendet, vielmehr setzt diese nach einigen Stunden erneut ein und hält, wenn auch unter zunehmender Abschwächung, zuweilen noch mehrere Tage lang an.
Kommt die Katze während der ersten drei Wochen der durchschnittlich 63 bis 65 Tage andauernden Trächtigkeit (Gravidität, Tragzeit) abermals mit einem Kater zusammen, so ist durch nochmalige Deckung eine weitere Befruchtung mÜglich. Die in solchen Fällen geborenen Jungen sind oft ungleich entwickelt. Ungleiche Nachkommen innerhalb eines Wurfs sind auch dann zu erwarten, wenn das Zusammensein mit einem Kater länger als eine Woche ausgedehnt oder nach mehrtägiger Pause fortgesetzt wurde.
Nach dem Abklingen der Rolligkeit wird die Katze zusehends träger und neigt nicht selten während der zweiten und dritten Woche zu Erbrechen. In dieser frĂźhen Phase sind äuĂerlich noch kaum Veränderungen zu bemerken. Nach etwa drei Wochen beginnt sich jedoch zunächst das untere (hintere) ihrer vier Zitzenpaare rosa zu färben und es liegen bereits etwa einen Zentimeter lange Embryonen in den Fruchtkammern der Gebärmutter.
Mit zunehmendem Wachstum verflachen die anfänglichen Einschnßrungen zwischen den durchsichtigen, mit klarer Flßssigkeit gefßllten Fruchtblasen, die etwa so groà wie Hßhnereier sind. Sie kÜnnen sich gegen Ende der Trächtigkeit allmählich gegenseitig berßhren.
Etwa ab der sechsten Woche sind die Bewegungen der FĂśten deutlich durch die Bauchdecke der Katze spĂźrbar und zeitweise auch mit bloĂem Auge erkennbar.
Erst in den letzten drei Wochen der Tragzeit sind die Kätzchen groĂ genug, um den veränderten KĂśrperumfang der Katze sichtbar zu machen. In dieser Zeit schwellen auch die MilchdrĂźsen an und die Katze neigt sich beim Schlafen zur Seite. In den letzten Tagen der Tragezeit ist die Katze nervĂśs und sucht ständig nach einem sicheren Ort als âNestâ fĂźr die Geburt. Sie leckt nun auch Ăśfter die Zitzen und die Analregion. Hauskatzen bevorzugen das Zimmer der Person im Haus, zu der sie die engste Beziehung haben. Das Nest kann ein halb geĂśffneter Schrank, eine Schachtel oder auch das Bett sein. ZĂźchter stellen ihren Katzen fĂźr ihr Nest zweckmäĂige Wurfkisten zur VerfĂźgung, die allerdings nicht immer von der Katze angenommen werden. Die Geburt kann bis zu einigen Stunden dauern, wobei die Abstände, in denen die einzelnen Kätzchen geboren werden, sehr unterschiedlich lang sein kĂśnnen.
Eine Katze, die zum ersten Mal wirft, gebiert meistens zwei bis drei Junge. Bei späteren Geburten erhÜht sich die Zahl der Jungtiere häufig auf bis sieben Kätzchen. In seltenen Fällen sind aber auch zehn oder sogar mehr mÜglich, jedoch ßberleben in diesem Fall ohne menschliche Hilfe oft nicht alle Kätzchen. Manche Katzen wollen auch einige Tage nach der Geburt nicht gestÜrt werden, andere suchen die Gesellschaft der Menschen und fßhlen sich wohler mit ihnen. Wird das Wurflager vom Menschen nicht peinlich gereinigt, so zieht die Mutterkatze mit ihrem Wurf in ein anderes Lager um, denn der Geruch kÜnnte Raubtiere anziehen. Auch wenn die Katze glaubt, ihre Jungen seien aus irgendeinem Grund in Gefahr, hebt sie jedes Kätzchen an der Nackenfalte hoch und trägt es an einen anderen Ort. Durch diesen Biss lÜst die Mutter beim Katzenjungen eine sogenannte Tragestarre aus, die verhindern soll, dass sie sich zu stark bewegen.
Wachstum
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Hauptartikel
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Katzenjunges
Geschlechtsreife
Männchen und Weibchen erreichen die Geschlechtsreife im Schnitt im sechsten bis achten Lebensmonat, aber die kĂśrperliche Entwicklung ist erst einige Monate später abgeschlossen. Bei vielen Rassekatzen dauert dieser Lebensabschnitt noch einige Monate länger. Mit der Geschlechtsreife werden die kĂśrperlichen Unterschiede zwischen Weibchen und Männchen deutlich. Die sekundären Geschlechtsmerkmale bilden sich aus. Bei Katern dauert diese Reifezeit bis zum 3. Lebensjahr. Kater sind grĂśĂer und kräftiger als Katzen und haben einen kräftigeren Hals. Durch die sogenannten Katerbacken, dort verteilte FettpĂślsterchen, erscheint ihr Kopf grĂśĂer und runder. Die Weibchen sind normalerweise schlanker und haben einen schmalen, dreieckigen Kopf.
Im Verhalten zeigen sich noch deutlichere Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Kater sind territorialer und markieren ihr Revier durch Verspritzen von Urin und Reiben an vielbesuchten Stellen. Auf Eindringlinge reagieren sie mit Drohgebärden. Im Gegensatz zu den Weibchen neigen sie mehr zum Streunen und bleiben manchmal auf der Jagd oder bei der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen mehrere Tage dem Haus fern. Wenn sie dann ab und an zurßckkommen, suchen sie Trost, Nahrung oder einen ruhigen Schlafplatz.
Nach ein paar Monaten werden aus den Kampfspielen richtige Kämpfe, da die Männchen nun unter Beweis stellen, dass sie fähig sind, sich mit anderen Männchen zu messen. Zwischen dem 10. und dem 14. Lebensmonat verlassen die jungen Kater die Gruppe. Nur kastrierte Männchen bleiben bei den Schwestern und ordnen sich in die Gruppe ein.
Das Revier eines ausgewachsenen Katers ist etwa dreimal so groĂ wie das einer Katze. FĂźr sie hängt die ReviergrĂśĂe vom Nahrungsangebot fĂźr sich und den Nachwuchs ab, doch fĂźr ihn ist entscheidend, dass hinreichend viele Partnerinnen fĂźr eine Paarung zur VerfĂźgung stehen. Mit fortschreitender Reife vergrĂśĂert sich das Revier. Das Weibchen eignet sich deshalb ihrem Wesen nach besser als das Männchen zum Haustier, da es das Revier der Mutter auch in der Geschlechtsreife nicht verlässt und weniger Raum braucht. Allerdings toleriert die Katze Ortsveränderungen in der Regel schlechter als der Kater und reist häufig auch nicht gerne. DafĂźr ist sie beim Spielen oft nicht so aggressiv wie das Männchen.
Mit eineinhalb Jahren sind die meisten Katzen weniger verspielt und weniger aktiv, wobei es hier erhebliche individuelle und rassebedingte Unterschiede gibt. Ausgewachsene in der Wohnung gehaltene Kater sind oft anschmiegsamer und ruhiger als Katzen, die unabhängiger und Fremden gegenĂźber reservierter sind. Das ausgeglichenere GemĂźt der Kater hat zum Begriff des âSchmusekatersâ gefĂźhrt. Verantwortlich fĂźr diesen geschlechtsspezifischen Unterschied werden die Hormonschwankungen aufgrund des Ăstrus bei unkastrierten Katzen gemacht, bei Katern ist der Hormonstatus demgegenĂźber gleichbleibend. Dieser Unterschied nivelliert sich bei kastrierten Weibchen, wodurch ein Zusammenleben fĂźr Mensch und Tier wesentlich angenehmer wird.
Instinkt und Lernverhalten
Katzen verfĂźgen Ăźber ein groĂes Lern- und ErinnerungsvermĂśgen. Sie merken sich, mit welchen Lauten sie Menschen dazu bewegen kĂśnnen, auf ihre unterschiedlichen BedĂźrfnisse einzugehen.cite-ref-37[37] Freiläufer erinnern sich an den Verlauf ihres Reviers, an bekannte Katzen im Territorium und an gefährliche Hunde. Das assoziative Gedächtnis erlaubt Katzen, eine Problemstellung mit bereits Erlebtem zu vergleichen. So kĂśnnen sie mĂźhelos Beziehungen zwischen mehreren Elementen herstellen und fĂźr sich nutzbar machen.
Obwohl Katzen bei der Geburt bestimmte Fertigkeiten besitzen, mĂźssen sie sich einige Verhaltensweisen mit Geduld aneignen. Dazu zählen zum Beispiel das Jagen oder das Benutzen des Katzenklos. Um ihre Jungen an das Jagen zu gewĂśhnen, versorgen KatzenmĂźtter mit einem Zugang nach drauĂen sie ab der dritten Woche mit Beute. Zunächst verspeist sie tote Tiere vor ihren Augen, später bringt sie lebende Beute heran, die sie tĂśtet und ihnen zu fressen gibt. SchlieĂlich Ăźberlässt sie die lebende Beute ihren Jungen. Da Katzen zwar einen Jagdinstinkt besitzen, aber das erfolgreiche Jagen erst lernen mĂźssen, gelingt es Kätzchen ohne Mutter oder mit nichtjagender Mutter in der Regel nie, Beute zu fangen. Um sich darin zu Ăźben, benĂśtigen sie Stoffmäuse, Garnspulen oder zerknĂźlltes Papier, die belauert, beschlichen und schlieĂlich erlegt werden. Das Vergraben von Ausscheidungen (Urin, Kot) ist auch in freien Rudeln Ăźblich, nur das ranghĂśchste Tier macht das nicht und âmarkiertâ sozusagen damit das Terrain. Da bei Hauskatzen im Allgemeinen der Besitzer als AnfĂźhrer gilt, willigen Katzen relativ bereitwillig ins Vergraben (und damit in die Verwendung eines Katzenklos) ein.
Katzen, die Tßren Üffnen kÜnnen, haben Bedeutung und Funktionsweise der Tßrklinke erkannt. Eine neuere Studie (Osthaus) weist jedoch darauf hin, dass Katzen nur bedingt in der Lage sind, Ursache und Wirkung klar miteinander zu verbinden.cite-ref-38[38] Der mit der Entwicklung dieser Fähigkeiten verbundene Lernprozess ist kaum erforscht. Katzen sind Lauerjäger; sie beobachten ein Problem sehr genau und kÜnnen es auf das Wesentliche reduzieren. Sie besitzen die Fähigkeit zur Abstraktion und wägen Nutzen und Aufwand einer Aufgabe gegeneinander ab.cite-ref-39[39]
Katzen sind so wie alle Tiere auf Verhaltensweisen konditionierbar. Sie sind fähig, auf ihren Namen zu hĂśren. Um eine Katze mit ihrem Namen vertraut zu machen, ist es von Vorteil, ihn mĂśglichst nur in fĂźr die Katze positiven Situationen wie FĂźttern und Streicheln zu benutzen. Er sollte nicht benutzt werden, um die Katze zu maĂregeln.cite-ref-40[40]
Es ist auch mÜglich, sie auf bestimmte Signale zu trainieren, die Verhaltensweisen unterbrechen. So kÜnnen ihnen bestimmte Verhaltensweisen abgewÜhnt werden, die vom Menschen als Unarten empfunden werden. Katzen lassen sich mit Hilfe des Klickers ähnlich trainieren wie Hunde. Tierpsychologen empfehlen diese Trainingsform als geistig fordernde Beschäftigung fßr Hauskatzen.cite-ref-41[41]
Wiederauffinden verlorener Katzen
Eine signifikante Anzahl verloren gegangener Katzen wurde innerhalb eines bestimmten Zeitraums und in verschiedenen Entfernungen wiedergefunden. 61 % verlorener erfasster Katzen wurden innerhalb von 12 Monaten lebend wiedergefunden, wobei 34 % dieser Katzen bereits innerhalb von sieben Tagen gefunden wurden.cite-ref-42[42] Die Entfernung, Ăźber die Katzen gefunden wurden, variiert stark. Die meisten Katzen (75 %) wurden innerhalb eines Radius von 500 Metern von ihrem Ausgangspunkt wiedergefunden. Einige auĂergewĂśhnliche Fälle zeigten jedoch, dass Katzen sehr viel grĂśĂere Distanzen zurĂźcklegten. So kĂśnnen Katzen Strecken von mehr als 80 Kilometern zurĂźcklegen, um zu ihrem Zuhause zu gelangen. Diese Entfernungen wurden in verschiedenen Zeiträumen, von einigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren, dokumentiert.cite-ref-43[43] Berichte im Internet, wonach Katzen aus Entfernungen von mehr als 2000 km nach Hause zurĂźckfanden, kĂśnnen wissenschaftlich nicht bestätigt werden, da die betreffenden Katzen zwar implantierte Identifikations-Chips, jedoch kein GPS-Ortungsgerät am KĂśrper trugen und somit die vom Tier selbst ohne Hilfsmittel zurĂźckgelegte Strecke nicht belegt ist. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass Katzen solche Distanzen zurĂźcklegen kĂśnnen, um wieder nach Hause zu finden.
Eine weitere Studie zeigte, dass regelmäĂige physische Suchaktionen die Chancen, eine vermisste Katze wiederzufinden, erheblich erhĂśhen. Die DurchfĂźhrung solcher Suchen, kombiniert mit der Verteilung von Flyern und der Nutzung von sozialen Medien, steigert die Wahrscheinlichkeit, dass entlaufene Katzen wieder nach Hause kommen.cite-ref-44[44]
Die Berichte verdeutlichen, dass verlorene Katzen nicht nur Ăźberleben kĂśnnen, sondern auch erhebliche Entfernungen zurĂźcklegen, um nach Hause zu finden. Die wissenschaftliche Literatur unterstĂźtzt die Ansicht, dass Katzen einen starken homing-Instinkt besitzen, der ihnen hilft, ihren Weg zurĂźckzufinden, selbst Ăźber groĂe Entfernungen und Zeiträume hinweg.
Geschichte der Domestizierung
Abstammung
Die ersten Vorfahren der Echten Katzen der Alten Welt, zu denen auch die Wildkatze (Felis silvestris) gehĂśrt, erschienen vor etwa neun Millionen Jahren.cite-ref-wasistwas-19-2[19] Sie sind wahrscheinlich asiatischen Ursprungs und traten erstmals im Oberen Miozän mit Felis attica und Felis lunensis in Erscheinung. AnschlieĂend breiteten sich verschiedene Formen in der gesamten Alten Welt aus.
Unter den verschiedenen Formen der Echten Katzen ist der Urahn der domestizierten Hauskatze die auch als Falbkatze bezeichnete afrikanische Wildkatze Felis lybica lybica.cite-ref-45[45] Dieser Vertreter der Wildkatzen ist die am wenigsten aggressive und damit am besten fĂźr das Zusammenleben mit den Menschen geeignet, so dass sie im Alten Ăgypten als Heimtier gehalten wurde.
Ein Team der University of Oxford um den Genetiker Carlos Driscoll, das die Gene von fast 1000 Hauskatzen von fßnf Kontinenten untersuchte, wies nach, dass alle fßnf aufgefundenen genetischen Hauptlinien allein von Felis lybica lybica abstammen und dass die Domestikation wahrscheinlich fßnffach unabhängig voneinander im sogenannten Fruchtbaren Halbmond erfolgte.cite-ref-driscoll-46-0[46] Von dort gelangte sie bereits im 8. Jahrtausend v. Chr. nach Zypern.cite-ref-47[47]
Tatsächlich dauerte es aufgrund der morphologischen Ăhnlichkeit und der nahen genetischen Verwandtschaft lange, bis der Ursprung der Hauskatze gänzlich geklärt werden konnte. Erste Ansätze, wie eine Abstammung von der Manul (Otocolobus manul) oder der Rohrkatze (Felis chaus) wurden von der Wissenschaft verneint. Auch die Meinung, die Hauskatze sei eine Kreuzung aus Rohr- und Wildkatze, wurde obsolet, wenn es auch vereinzelt zu Paarungen der beiden Arten gekommen sein mag, zumal diese in der F1-Generation fruchtbar sind. Die Domestikationsforschung ging davon aus, dass die Hauskatze lediglich von einer Wildart abstammt, nämlich der Wildkatze (Felis silvestris), deren Lebensraum sich von Schottland Ăźber Afrika bis nach Asien erstreckt.
So galt es als wahrscheinlich, dass Vertreter von drei Hauptgruppen der Echten Katzen (Europäische Wildkatze, Falbkatze, Steppenkatze) am Domestikationsprozess beteiligt waren. Hierbei hat die Wildkatze (Felis silvestris) ihren natĂźrlichen Lebensraum in Europa und Kleinasien. Sie ist relativ kräftig, hat kurze Ohren und einen buschigen, dicken Schwanz. Die Falbkatze (Felis lybica lybica) lebt in den Buschlandschaften und Steppen Afrikas und Arabiens. Sie hat groĂe Ohren, ist schlank und hochbeinig. Die Steppenkatze (Felis lybica ornata) kommt in Vorder- und Zentralasien vor. Sie ist kräftiger gebaut und untersetzter als die Falbkatze. Die genetischen Merkmale der Wildkatzen sind gegenĂźber denen der Hauskatze dominant. Als Hauptstammform betrachtete man die Falbkatze, der zweitstärkste Einfluss wurde der Steppenkatze zugesprochen. Die Wildkatze ist ein ausgesprochener KulturflĂźchter und kam als Vorfahre am wenigsten in Frage.
FrĂźhzeit
Mit beginnender Sesshaftigkeit der Menschen schloss die Katze sich ihnen â zunächst als Abfallvertilger am Rand von Siedlungen lebend â an. Vermutlich kam es infolge der sich daraus ergebenden beiderseitigen Vorteile allmählich zur Selbstdomestikation der Tiere. Knochen kleinerer Katzen wurden zusammen mit menschlichen Knochen aus einer Zeit von vor 9000 Jahren in Mesopotamien, SĂźdost-Kleinasien und Jordanien gefunden, Domestizierung lässt sich fĂźr diese Zeit in Zypern zeigen.cite-ref-tagesspiegel-11-04-2004-48-0[48] In Jericho wurden bei Ausgrabungen Katzenskelette entdeckt, die auf das 6. Jahrtausend v. Chr. datiert wurden. Dort betrachtete man die Katze vermutlich eher als Beute- denn als Haustier.
Wildkatzen kennen nur Fauch- und Knurrlaute. Die klassischen âMiauâ-Laute sind nach Auffassung einiger Forscher eine Art Sprache der Hauskatzen, um mit dem Menschen verbal kommunizieren zu kĂśnnen â andere sind wiederum der Ansicht, hierbei handele es sich lediglich um eine FortfĂźhrung der Babysprache, die ansonsten nur Katzenjunge gegenĂźber ihren MĂźttern verwenden.
Ăgypten
Die Domestizierung der Katze begann nicht, wie bisher angenommen, in Ăgypten, sondern im Fruchtbaren Halbmond.cite-ref-driscoll-46-1[46] Ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. finden sich in Bildern und Zeichnungen Beweise fĂźr ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier. Die Darstellung einer Katze mit Halsband in einem Grabmal der fĂźnften Dynastie (etwa 2600 v. Chr.) ist ein Hinweis auf eine Domestizierung der wilden Art. Domestizierte Katzen dienten ihren Besitzern sowohl zur Mäusejagd als auch â nachweisbar seit dem Mittleren Reich â zur Jagd auf WasservĂśgel im Papyrusdickicht.cite-ref-49[49]
Die landwirtschaftlich geprägte altägyptische Kultur maĂ der Katze eine hohe Bedeutung zu, die sich schon frĂźh zu einer kultischen Verehrung der Tiere entwickelte. Ausdruck hierfĂźr ist die KatzengĂśttin Bastet, der man Einfluss auf FrĂśhlichkeit und Liebe, SchĂśnheit, Weiblichkeit, Anmut und Fruchtbarkeit zusprach. Sie wurde oft als kleine Katze mit LĂśwenkopf oder weibliche Gestalt mit Katzenkopf dargestellt. In der Spätzeit nahm der Katzenkult die grĂśĂten AusmaĂe an; in Bubastis (zeitweise auch die Hauptstadt des oft geteilten Reiches) strĂśmten viele Pilger in das Kultzentrum und opferten tausende mumifizierte Katzen.
âWenn die weibliche Katze Junge hat, meidet sie den Kater; der verlangt also vergebens nach dem Weibchen. Daher ist er auf den Ausweg verfallen, die Jungen ihren MĂźttern mit Gewalt und List zu rauben und sie zu tĂśten, ohne daĂ er sie aber friĂt. Die ihrer Jungen beraubte Katze mĂśchte dann von neuem Junge haben und läuft wieder zum Kater. Dies Tier liebt es nämlich, Junge zu haben. [âŚ] Wenn in einem Hause eine Katze stirbt, scheren sich alle Hausbewohner die Augenbrauen ab [âŚ]. Die toten Katzen werden nach der Stadt Bubastis gebracht, einbalsamiert und in heiligen Grabkammern beigesetzt.â
â
Herodot
:
Historien
II,66â67.
Wie Untersuchungen gezeigt haben, waren die meisten der mumifizierten Katzen sehr jung. Sie wurden wahrscheinlich speziell fĂźr die Mumifizierung gezĂźchtet. Meist wurde zur TĂśtung der Hals umgedreht.cite-ref-51[51]
Zu dieser Zeit betrachteten Griechen und RĂśmer die Katze als merkwĂźrdiges Haustier und ĂźberlieĂen es lieber den Frettchen, ihre Häuser von Mäusen frei zu halten. Später verband man die weiblichen GĂśtterfiguren Artemis in Griechenland und Diana im Alten Rom sowie Freya in Skandinavien auf irgendeine Weise mit der Katzengestalt. Sie wurde mit dem Mutterkult, der in vielen Kulturen fĂźr Fruchtbarkeit, Mondphasen, Ăberfluss und Geburt steht, in Verbindung gebracht, da die gebärfreudige Katzenmutter ihre Kinder liebevoll umsorgt und beschĂźtzt. Zudem galt sie als tolerant und unabhängig. Die Fähigkeit ihrer Pupillen, sich zu Schlitzen zu verengen oder zu vergrĂśĂern, wurde an die Mondphasen angelehnt.
Die Ausfuhr von Katzen aus Ăgypten war untersagt. PhĂśnizier sollen Katzen nach Italien, Gallien und Britannien geschmuggelt haben. Archäologen fanden in Siedlungen in der Nähe von Amsterdam (ca. 2000 v. Chr.) und in Tofting an der EidermĂźndung (ca. 100 n. Chr.) Katzenknochen.
Griechenland und RĂśmisches Reich
Eindeutige Darstellungen von Hauskatzen finden sich auf griechischen Vasen aus der Zeit um 480 und 440 v. Chr.cite-ref-vonkatzenundmenschen-52-0[52] Wenngleich BezĂźge zu GĂśttinnen zu finden sind, galt die Katze mehr als Haustier, die Verehrung durch die Ăgypter erschien den Griechen als befremdlich. Die Furcht vor schwarzen Katzen Ăźbernahmen die Griechen von den Babyloniern.cite-ref-antike-53-0[53] Die ältesten literarischen Erwähnungen stammen von Aristophanes und kurz später Herodot, auch der Philosoph Aristoteles erwähnt die Waldkatze.cite-ref-antike-53-1[53] Der Dichter Kallimachos erwähnt im 2. Jahrhundert erstmals einen Zusammenhang von Katze und Maus.
Das attische Wort Îąáź°ÎΝοĎ
ĎÎżĎ, ι៴ΝοĎ
ĎÎżĎ aiĂŠlouros, aĂlouros fĂźr Waldkatze bezeichnet im Griechischen jedoch nur die Gattung, nicht speziell die Hauskatze, so dass die Quellen nur durch den Kontext die Zuweisung zur Hauskatze erlauben. Die RĂśmer bezeichneten die Waldkatze als fÄlÄs und fĂźhrten im 1. Jahrhundert n. Chr. das Lehnwort catta (Martial, um 75 n. Chr.) ein, welches erstmals ausschlieĂlich die Hauskatze bezeichnet. Es ist mĂśglich, dass catta einer nordafrikanischen Sprache entlehnt (vgl. nubisch kadÄŤs, berberisch kaddĂŽska) und durch die Kelten vermittelt wurde.cite-ref-54[54] MĂśglich ist auch eine Entlehnung aus dem spätägyptischen Äaute, Äaus âFalbkatzeâ.
Im 1. bis 3. Jahrhundert verbreitete sich die Hauskatze im RĂśmischen Reich und erreichte Hildesheim-Bavenstedt nach Funden im 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. und Wiesbaden-Biebrich im 6. Jahrhundert.cite-ref-vonkatzenundmenschen-52-1[52]
Indien und China
In Indien war die Hauskatze häufig ein wichtiger Bestandteil religiĂśser Zeremonien. Von dort gelangte sie erst nach China und später nach Japan, wo sie ähnliche Aufgaben Ăźbernahm. In China um 1500 v. Chr. beschĂźtzten die Katzen die Kokons der Seidenraupen und in den Tempeln die alten Handschriften vor den Ratten und Mäusen. Dies belegen zahlreiche Zeichnungen. Die Chinesen der damaligen Zeit glaubten, dass nur der Mensch und die Katze eine Seele besäĂen. Die Katze stand fĂźr GlĂźck und ein langes Leben. Sie war ein Statussymbol der glĂźcklichen Reichen. Aus der Tang-Zeit gibt es die ersten Hinweise einer liebevollen Bindung zwischen Mensch und Katze: Eine Suchanzeige lautete: âAus dem Hause YĂź Ta-Po ist ein Kätzchen entlaufen. Seine Farbe ist weiĂ. Sein Rufname: Schneemädchen.â HsĂź HsĂźan, ein weiterer Zeitgenosse, beschrieb die Liebe eines Mannes zu seiner Katze, der das Tier so sehr liebte, dass er es nicht Ăźber sein Herz brachte, seine Samtpfote nach ihrem Tod zu begraben. Tagelang saĂ er neben dem toten Tier, bis der KĂśrper der Katze in Verwesung Ăźberging.
Europäisches Mittelalter
Die Bedeutung der Katze war im frĂźhen Mittelalter gering. Mit der zunehmenden Ausbreitung der â ebenfalls Ăźber Seehandelswege eingeschleppten â Vorratsschädlinge Wanderratte, Hausratte und Hausmaus ergab sich die Notwendigkeit ihrer Bekämpfung, was im Spätmittelalter zu einer starken Zunahme der Hauskatzen fĂźhrte. Aufgrund ihrer hervorragenden Eignung als Beutejäger wurden sie auch als Maushunde bezeichnet.cite-ref-55[55]
Trotz ihrer unbestreitbaren Nutzwirkung wurde sie vom mittelalterlichen Aberglauben zum dämonischen und unglßckbringenden Wesen stigmatisiert, galt als Begleiterin von Hexen und Schßlerin des Teufels. Im Volksglauben ritten Hexen auf dem Rßcken riesiger Katzen zum Hexensabbat. Besonders die schwarzen Katzen wurden gnadenlos verfolgt, nicht selten sogar in KÜrbe gesperrt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Eine freundschaftliche Beziehung zu einem Tier, besonders zu diesem, galt als Gotteslästerung. Dennoch finden sich sowohl in den ärmeren sozialen Schichten als auch bei Adel und Klerus Katzenliebhaber. Mit den ihr zugesprochenen magischen Eigenschaften bekam die Katze in der Volksmedizin einen hohen Stellenwert, indem fast alles von ihr zu Heilzwecken verwendet wurde.
Im 10. Jahrhundert lebten die Katzen in England als vornehme Gespielinnen von adligen Damen am Hof. Katzen waren rar und daher sehr wertvoll. Nach dem Gesetz des Prinzen von SĂźdwales anno 940 n. Chr. konnte sich eine Ansiedlung nur Dorf oder Hamlet nennen, wenn diese Siedlung neun Gebäude, einen Pflug, einen Brennofen, ein Butterfass, einen Hahn, einen Stier, einen Hirten und eine Katze aufweisen konnte. Die Preise fĂźr eine Katze schwankten. Im Sachsenspiegel, dem 1220â1230 verfassten Gesetzbuch, wurde drei Pfennige Schadensersatz fĂźr eine Katze festgelegt. Dies war nicht wenig, denn fĂźr ein Lamm oder fĂźr eine Kuh standen damals vier Pfennige zu Buche.
Einige FundstĂźcke aus dem 11. Jahrhundert zeigen, dass Katzenfell von den Wikingern getragen und im Mittelalter in Europa bevorzugt gehandelt wurde. Zu dieser Zeit und noch vor etwa 100 Jahren wurde insbesondere in Frankreich und England Katzenleder als besonders geschmeidiges Material zu Handschuhen verarbeitet.
Zu Mitte des 15. Jahrhunderts schrieb Girolamo Visconti Ăźber Hexen, die angeblich nachts in Katzengestalt in die Häuser eindrangen, in denen Kinder schliefen. Damals gehĂśrte es zum franzĂśsischen Brauchtum, eine Katze in das Fundament einer Kirche einzubauen. Das Gotteshaus begrub dabei sozusagen den Satan und seine bĂśsen Mächte unter seiner groĂen Masse. Dies sollte den Sieg des Guten Ăźber das BĂśse symbolisieren. An diese dunklen Zeiten erinnern noch SprichwĂśrter, Redensarten und abergläubische Rituale, so dass die Katze noch heute zwiespältig besetzt wird.
Während man im Orient den Katzen gegenßber im Allgemeinen freundlicher eingestellt war, wurden sie im Japan des 13. Jahrhunderts mit einem Dämon, wie beispielsweise mit der Menschen fressenden Hexe Neko-BakÊ, die in Gestalt einer Katze in die Häuser eindringt und dort ungehorsame Kinder frisst, in Verbindung gebracht.
Im 10. Jahrhundert war die Katze auf dem gesamten europäischen Kontinent und in fast ganz Asien verbreitet. Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert gelangte sie auf den Schiffen europäischer Entdecker nach Nordamerika, Australien und Neuseeland.
16. Jahrhundert bis heute
Als im 16. und 17. Jahrhundert die Städte immer grĂśĂer wurden und dadurch auch die Zahl der Hauskatzen zunahm, verlor das Katzenfell an Wert. Dennoch blieben die gefleckten Wildkatzenfelle weiterhin begehrte und kostbare Ware, wodurch die wilden Verwandten der Hauskatze auf allen Kontinenten rĂźcksichtslos gejagt wurden.
Erst mit der beginnenden industriellen Revolution stiegen Katzen von reinen Nutztieren allmählich zu ihrer heutigen Position als âHeimtierâ auf. Damit verbunden war der Beginn der Katzenzucht. Heute sind mehr als 30 Katzenrassen bekannt, die Ăźber internationale Zuchtverbände standardisiert werden. Im 20. Jahrhundert wurde die Katze zu einem der medizinisch, genetisch und physiologisch am intensivsten untersuchten Haustiere. In den 1960er-Jahren erforschten die ersten Studienprogramme das Verhalten von Wild- und Hauskatzen. In den 1990er Jahren war die Katze schlieĂlich das am weitesten verbreitete wirtschaftlich nicht genutzte Haustier der Welt und lief zum ersten Mal in ihrer Geschichte dem Hund den Rang ab. Weil aber Katzen in der westlichen Welt auch mit den Eigenschaften Falschheit und Verschlagenheit charakterisiert werden, hat sich eine zwiespältige Einstellung erhalten. Es heiĂt Ăśfters, Katzen wären falsch â weil sie sich etwa erst kraulen lassen und dann scheinbar plĂśtzlich zuhauen; doch die Katze signalisiert wohl, wenn sie genervt ist, nur erkennen viele Menschen die Signale nicht.cite-ref-56[56]
Einer Umfrage im Jahre 2005 zufolge glaubte ein Viertel der Befragten, dass es sich um ein schlechtes Vorzeichen handle, wenn eine schwarze Katze den Weg von links nach rechts kreuze.cite-ref-57[57]
In der heutigen Zeit genieĂt die Katze in Japan eine hohe Wertschätzung. Ganz den Katzen gewidmet ist der Tempel GĹtoku-ji in Tokio, erbaut zu Ehren der Katze Maneki-neko, die zur BegrĂźĂung des Besuchers das rechte Vorderbein erhebt, was GlĂźck und Reichtum bringen soll. In seinem Inneren, das ein Katzengrabmal darstellt, gibt es zahlreiche Malereien und Skulpturen mit Katzendarstellungen. Auch in China und Thailand werden Katzen bis heute als Gottheiten verehrt.
Die lange Domestikationsgeschichte hat heute unter anderem sogar zur Etablierung von Einrichtungen wie KatzencafĂŠs gefĂźhrt. Gleichwohl haben sich Hauskatzen ein hohes MaĂ an Selbständigkeit bewahrt und sind nicht zwingend an Menschen gebunden. In vielen Gegenden auĂerhalb Europas, vor allem in Australien, Neuseeland und auf vielen Inseln, sind Katzen so sehr verwildert, dass sie in keiner Beziehung zum Menschen mehr stehen. Verwilderte australische Hauskatzen zeigen eine erhebliche Anpassung an ihre neue Umwelt. Sie sind grĂśĂer und muskulĂśser geworden und entwickeln Fellfärbungen, die im jeweiligen Habitat am gĂźnstigsten zur Tarnung sind. Diese Katzen leben in erster Linie von den in Australien eingefĂźhrten Kaninchen, aber auch von einheimischen Tieren.
Siehe auch
:
Katzenausrottungsprogramm auf der Marioninsel
Haltung
Ernährung
Katzen, auch Haus- und Rassekatzen, sind strikte Fleischfresser. In ihrem natĂźrlichen Lebensraum ernähren sie sich ausschlieĂlich von kleinen Säugetieren, VĂśgeln und, je nach natĂźrlichem Beuteangebot, auch in geringerem MaĂe von Insekten, Fischen, Amphibien und Reptilien. Eine rein vegetarische Ernährung fĂźr Katzen wird teilweise, insbesondere wegen der Gefahr von mangelhafter Nährstoffversorgung, abgelehnt.cite-ref-58[58]cite-ref-zeo2-59-0[59] Wissenschaftliche Untersuchungen zur vegetarischen bzw. veganen Katzenernährung sind bislang kaum vorhanden. Eine Studie aus dem Jahre 1999 kam zu dem Ergebnis, dass eine vegetarische Ernährung mit Supplementen bedarfsdeckend sein kĂśnnte, jedoch in der Praxis keine der untersuchten acht Katzen tatsächlich bedarfsdeckend ernährt wurde.cite-ref-60[60] Die Forscherin und niedergelassene Tierärztin bestätigte diese Einschätzung 2014 nochmals.cite-ref-zeo2-59-1[59] In einer Studie aus 2021 wurden 25 vegetarische/vegane Katzendiäten chemisch analysiert. Dabei fand man, dass die Anzahl der Zutaten und die vegetarische/vegane Zubereitung keine ernährungsphysiologische Angemessenheit der Ernährung garantierten. Auch das Vorhandensein von Nahrungsergänzungsmitteln gewährleistete keine ausgewogene Ernährung.cite-ref-61[61] In einer Fallstudie wurden zwei Katzen mit EssstĂśrungen, Lethargie, Muskelschwund und Gewichtsverlust nach Ernährungsumstellung auf eine pflanzenbasierte Nahrung vorgestellt. Eine Folsäure-Ergänzung und die anschlieĂende WiedereinfĂźhrung tierischer Inhaltsstoffe in die Ernährung stellte in beiden Fällen den Appetit, das Gewicht und eine normale Mentalität wieder her.cite-ref-62[62]
Studien haben nachgewiesen, dass die Katze zur Deckung ihres Nährstoffbedarfes keine pflanzlichen Nährstoffe, insbesondere keine Kohlenhydrate und keinen Zucker benĂśtigt. Allerdings gibt es auch keinen wissenschaftlichen Nachweis dafĂźr, dass Kohlenhydrate und Zucker in geringer Menge in der Katzennahrung schädlich wären. Die oft geäuĂerte Vermutung, Kohlenhydrate und Zucker im kommerziellen Katzenfutter wären ursächlich fĂźr Adipositas, felinen Diabetes und Zahnerkrankungen, wird von bisherigen Studien widerlegt.cite-ref-63[63] Trotzdem ist ein hoher Kohlenhydratgehalt im Katzenfutter abzulehnen, weil bei derartiger Futterzusammensetzung der Anteil lebenswichtiger Aminosäuren tierischer Herkunft nicht aus dem Fleischanteil im Futter gedeckt werden kann und dann kĂźnstlich zugesetzt werden muss.
Seit Mitte der 2000er Jahre findet darĂźber hinaus die Annahme zunehmende Verbreitung, Katzen wĂźrden generell kein Getreide vertragen, da sie dieses aufgrund ihres auf Fleisch ausgelegten Verdauungstraktes nicht verwerten kĂśnnten.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65] Wissenschaftliche Belege fĂźr diese These sowie fĂźr die angeblich aus einer getreidehaltigen FĂźtterung resultierenden gesundheitlichen Probleme (u. a. Haarausfall und diverse Verdauungsbeschwerden) existieren bislang nicht. Studien zu langfristigen Auswirkungen einer reinen FleischfĂźtterung, die vielfach als fĂźr Katzen ideal angepriesen wird, liegen allerdings bisher ebenso wenig vor. Dennoch lässt sich fĂźr getreidefreie Futtermittel eine hohe Nachfrage verzeichnen.cite-ref-66[66] Hinsichtlich der sich in jĂźngster Vergangenheit deutlich nach oben entwickelnden Lebenserwartung von Hauskatzen sowie dem Umstand, dass ein GroĂteil davon mit handelsĂźblichem getreidehaltigem Fertigfutter ernährt wird und sich dennoch bei guter Gesundheit befindet, darf jedoch bezweifelt werden, dass sich die These einer allgemeinen Getreideunverträglichkeit bei Hauskatzen in kĂźnftigen Studien so pauschal wird bestätigen lassen. SchlieĂlich umfasst Getreide hunderte verschiedener Sorten mit verschiedensten Eigenschaften, Ăźber die sich kaum allgemeinverbindliche Aussagen zur Verträglichkeit treffen lassen. Dies darf allerdings nicht darĂźber hinwegtäuschen, dass einzelne Katzen durchaus an Allergien und Unverträglichkeiten bestimmter Getreidesorten und anderer Futtermittel leiden kĂśnnen.
Die zunehmend verbreitete FĂźtterung von Fertigprodukten hat in den letzten Jahren maĂgeblich zur ErhĂśhung der durchschnittlichen Lebenserwartung der Tiere beigetragen, da bestimmte essentielle Nahrungsbestandteile (Taurin, Arginin, Lysin, Methionin, Cystein, Nicotinsäure), die bei der VerfĂźtterung von menschlichen Speiseresten normalerweise nur unzureichend zugefĂźhrt werden, dem Fertigfutter kĂźnstlich zugesetzt werden.cite-ref-67[67] Mangelkrankheiten wie DCM, eine Herzkrankheit, sind heute selten. Dennoch birgt die FĂźtterung ausschlieĂlich mit Fertigprodukten auch Risiken. Studien belegen, dass mit kommerziellem Fertigfutter gefĂźtterte Katzen ein 2,5- bis 5-fach erhĂśhtes Risiko haben, an einer SchilddrĂźsenĂźberfunktion zu erkranken, was auf bestimmte Zusatzstoffe Sojaisoflavone oder Phthalate zurĂźckgefĂźhrt wird.cite-ref-68[68]
DarĂźber hinaus gewinnt das sogenannte Barf (âbiologisches artgerechtes rohes Futterâ), d. h. die Ernährung mit rohem Fleisch (Rind, GeflĂźgel), zunehmend wieder an Bedeutung. Im Gegensatz zum Fertigfutter erfĂźllt diese Ernährungsweise auch psychische BedĂźrfnisse der Katze und ermĂśglicht den artgerechten Gebrauch des Katzengebisses. Bei dieser weitestgehend artgerechten Ernährungsweise ist allerdings ebenfalls auf ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis zu achten. Dieses Grundwissen sowie der Mehraufwand fĂźr die Futterbeschaffung und -zubereitung machen diese Art der FĂźtterung allerdings nicht fĂźr jeden Katzenhalter praktikabel. Ein alltagstauglicher Kompromiss fĂźr die Mehrheit der Katzenhalter ist es, die FĂźtterung mit Fertigfutter durch einzelne Rohfleischmahlzeiten zu ergänzen, die dann auch aus nur einer Sorte Fleisch bestehen dĂźrfen und keine Zusatzstoffe benĂśtigen.
Entsprechend ihrer Abstammung von der afrikanischen Falbkatze als Steppen- und Savannenbewohner ist auch die Hauskatze bei natßrlichem Nahrungsangebot in der Lage, ihren Wasserbedarf weitgehend aus den Beutetieren zu decken. Daher ist ihr Trinkbedßrfnis gering. Aus diesem Grunde sollte der Feuchtigkeitsgehalt im Futter dem der natßrlichen Beute entsprechen, was bei der Mehrzahl der kommerziellen Feuchtfutter der Fall ist. Trotzdem sollte sauberes Trinkwasser immer bereitstehen. Bei Verfßtterung von Trockenfutter nehmen Katzen von sich aus mehr Wasser auf, allerdings oftmals nicht genug, um auf die physiologisch notwendige Menge zu kommen. Nieren- und Harnwegsprobleme kÜnnen die Folge sein.cite-ref-69[69] Von reiner Trockenfutterernährung ist daher abzuraten.
Wild lebende Katzen trinken nicht dort, wo sie fressen, weil es in freier Wildbahn unwahrscheinlich ist, dass sich direkt neben der geschlagenen Beute eine Wasserstelle befindet. Hauskatzen haben dieses Verhalten beibehalten und trinken nur aus einem neben dem Futternapf stehenden Wassernapf, wenn keine andere MĂśglichkeit besteht. Aus diesem Grund sollte dieser getrennt vom Futternapf aufgestellt werden.
Erwachsene Katzen vertragen meist keine Kuhmilch. Sie kĂśnnen die in der Kuhmilch enthaltene Lactose (Milchzucker) nicht abbauen, da mit dem Ende der Säugeperiode die Produktion des nun nicht mehr benĂśtigten Enzyms Lactase zurĂźckgeht. Es kommt zu VerdauungsstĂśrungen und Durchfall. Wird Ăźber die Säugeperiode hinaus ohne Unterbrechung Milch zugefĂźttert, so wird die Enzymproduktion oft aufrechterhalten. Dies ist der Grund, warum Bauernhofkatzen, bei denen MilchfĂźtterung Ăźblich ist, Milch im Allgemeinen besser vertragen als nicht regelmäĂig mit Milch gefĂźtterte Katzen.
Katzen ohne Freigang
Eine Wohnungskatze, die alleine gehalten wird, kann insbesondere bei ungenĂźgenden menschlichen Kontakten nach einiger Zeit unter Langeweile leiden, was in der Folge zu unerwĂźnschten Verhaltensweisen fĂźhren kann. Hat sie einen Artgenossen, so kann sie mit ihm spielen und sonstige artgerechte Verhaltensweisen ausleben. Im Gegensatz zur Katze mit Auslauf hat die Wohnungskatze meist kein abwechslungsreiches Umfeld. Lebende Tiere zum Fangen, Bäume zum Klettern und EntdeckungsmĂśglichkeiten fehlen oft vĂśllig. Bei reiner Wohnungshaltung sollten insbesondere dann mindestens zwei Tiere gehalten werden, wenn der Halter wenig Gesellschaft und Beschäftigung bietet, zum Beispiel, wenn er voll berufstätig auĂer Haus ist.cite-ref-70[70] Eine Katze, die vorher Auslauf hatte und sich beispielsweise durch einen Umzug nur noch in der Wohnung oder dem Haus aufhalten muss, wird sich so gut wie nie an die beengten Lebensverhältnisse gewĂśhnen und auch unter Gefahren die Freiheit suchen.
Vorteile der Wohnungshaltung sind, dass Katzen nicht ßberfahren, durch landwirtschaftliche Pestizide vergiftet, von Jägern erschossen oder von anderen Tieren (Artgenossen, Hunden, Steinmardern) verletzt werden kÜnnen. Die Gefahr einer Ansteckung mit einer der oft tÜdlichen Katzenkrankheiten ist geringer. Das Risiko des Befalls mit Parasiten ist bei Wohnungshaltung ebenfalls weitaus geringer. Eine reine Wohnungskatze hat aus diesen Grßnden eine durchschnittlich hÜhere Lebenserwartung als eine Katze, die ins Freie gelassen wird.
Eine Wohnungskatze verschluckt bei der Fellpflege mehr Haare als ein Freigänger, da sie sie weniger an Bßschen und Sträuchern abstreifen kann. Deshalb ist eine Wohnungskatze auf die Bereitstellung von Katzengras angewiesen, damit sie die verschluckten Haare wieder auswßrgen kann (AuslÜsung des Brechreizes). Eine Alternative zur oralen Ausscheidung von Haarballen und deren fßr den Katzenbesitzer meist unangenehmen Entsorgung ist die Verfßtterung von malzhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln, die eine Verklumpung der Haare im Verdauungssystem und somit deren rektalen Abgang ermÜglichen.
Mehrere Katzenklos, eines pro Katze, sind sinnvoll. Wenn ein Katzenklo nicht regelmäĂig gesäubert wird, besteht die Gefahr, dass die Katze es nicht benutzt. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Veränderung des Stuhls gefordert, zum Beispiel bei Durchfall oder der Entdeckung von Blut.
Ein stabiler Kratzbaum, am besten vom Boden bis zur Decke, ist wichtig, wenn man die Katze davon abhalten will, die Krallen an Polstern, Tapeten und MÜbeln zu wetzen. Hinzu kommt, dass Katzen hohe Plätze lieben, weil sie sich dort sicher fßhlen und gerne klettern. Verschiedene SpielmÜglichkeiten wie Bälle und ab und zu eine Kartonschachtel fßr Verstecke bieten den Wohnungskatzen Abwechslung und die MÜglichkeit, ihren Spiel- und Jagdtrieb auszuleben.
Veraltete Literatur spricht von der Gefahr, es kÜnne bei reinen Wohnungskatzen infolge der geringen Sonneneinstrahlung zu einem Vitamin-D-Mangel kommen. Das wurde jedoch widerlegt, da Katzen nicht zur Vitamin-D-Synthese in der Haut fähig sind und deshalb ihren Bedarf vollständig ßber die Ernährung abdecken mßssen.cite-ref-71[71]
Ein Kompromiss zwischen Freigang und reiner Wohnungshaltung ist ein gesicherter Garten.
Gefahren fĂźr Katzen
Viele Substanzen, deren Einnahme fĂźr Menschen relativ unbedenklich ist, sind fĂźr Katzen, je nach Menge, giftig oder zumindest unverträglich. Dazu zählen beispielsweise Säuren (Essig, Citronensäure), Schokolade,cite-ref-72[72] Kaffee, Zwiebeln, Trauben, Ăpfel, Aprikosen oder Paracetamol.cite-ref-73[73] Da Katzen auch Pflanzenteile aufnehmen, um sich der beim Putzen verschluckten Haare zu entledigen, viele gängige Pflanzen fĂźr die Katze aber hochgradig giftig sind, dĂźrfen sich solche Pflanzen nicht in der Wohnung befinden. Dazu gehĂśren die Dieffenbachie, der Efeu, der Christusdorn, der Weihnachtsstern, die Amaryllis, das Alpenveilchen, die Begonie und verschiedene Kakteengewächse, aber auch der Buchsbaum oder der Oleander.cite-ref-74[74] Auch das Angebot von Schalen mit Katzengras oder Zypergräsern kann die naturgemäà neugierige Katze oft nicht davon abhalten, auch von anderen Pflanzen in der Wohnung zu naschen.
Unsicher aufgestellte Glasbehälter kĂśnnen zu einer besonderen Gefahr werden, da eine Katze eventuell das Gefäà zu Boden stĂźrzen lässt und sich später ernste Schnittwunden zuziehen kann. AuĂerdem stellen PlastiktĂźten ein groĂes Risiko dar, da die Katze hineinkriecht und manchmal nicht mehr herausfindet; sie erstickt.cite-ref-75[75] SchlieĂlich ist auch die Gefahr durch offen stehende Toilettendeckel, insbesondere bei jungen Katzen, nicht zu unterschätzen. Wenn sie hineinfallen, kĂśnnen sie sich aus dieser Falle oft nicht selbst befreien und kĂśnnen darin ertrinken.
Bei dem Versuch, durch den Spalt eines angekippten Fensters zu schlĂźpfen, bleiben Katzen oft stecken. Durch Befreiungsversuche rutschen sie immer weiter nach unten. Die Folge sind bei einem längeren Festhängen schwere neurologische Schäden im Bereich der HintergliedmaĂen. Als Spätfolge kann es zur Ausbildung von Embolien kommen. Werden die Tiere nicht befreit, sterben sie nach stundenlangen Versuchen der Selbstbefreiung qualvoll.
Siehe auch
:
Kippfenster-Syndrom
Im Freien umfassen Gefahren fĂźr Katzen unter anderem Verkehr, Angriffe durch andere Tiere wie Hunde, FĂźchse oder andere Katzen, Krankheiten sowie Fallen.cite-ref-76[76]
Katzenspielzeug
Jede Katze besitzt angeborene Jagdinstinkte. Das in der freien Natur lebensnotwendige effiziente Jagdverhalten ist allerdings nur teilweise instinktiv vorhanden, teilweise muss es erlernt werden. Dazu dient bei jungen Hauskatzen der Spieltrieb. Das Spielen mit verschiedenen Gegenständen in der Heimtierhaltung fĂśrdert das Erlernen und Trainieren von Jagdfähigkeiten. Das Spielen kann aber auch den Abbau von âJagdstressâ und die Befriedigung des Jagdinstinktes unterstĂźtzen. Besonders junge Katzen sind bekannt fĂźr ihr Spielen mit Wollknäueln, manche kĂśnnen einem StĂźck Faden oder Seil nicht widerstehen.
Kastration und Sterilisation
Im Allgemeinen werden, auĂer bei Zuchtkatzen, sowohl Männchen als auch Weibchen kastriert. Bei der Kastration werden die Hoden oder EierstĂścke entfernt. Nach verbreiteter Ansicht stellt die Kastration der frei lebenden Katzen eine wichtige Grundlage fĂźr den Tierschutz, also den sogenannten âKatzenschutzâ, dar, weil nur so unnĂśtiges Leid durch eine groĂe Anzahl unversorgter Katzen verhindert werden kĂśnne. Zudem wird durch die Kastration bei Katern der Markierungsdrang in etwa 90 % der Fälle unterbunden.cite-ref-77[77] Bei den Weibchen wird verhindert, dass sie rollig werden. Gelegentlich kann eine weibliche Katze auch nach der Kastration rollig werden. Wenn sie sich weiterhin von Katern besteigen lässt, dann ist ektopes Eierstockgewebe in der BauchhĂśhle verblieben (Ovarian-Remnant-Syndrom); lässt die Katze den Kater nicht zu, dann hat die Rolligkeit keine hormonelle Basis.cite-ref-78[78]
Als vielversprechende, nicht-chirurgische Methode zur Sterilisation von Männchen wird die intratestikuläre Calciumchlorid-Injektion erforschtcite-ref-79[79], welche auch bei anderen Tierspezies wie Hundencite-ref-80[80]cite-ref-81[81] Erfolge zeigt.
Eine â jedoch selten praktizierte â Alternative zur Kastration stellt die Sterilisation dar, bei der nur die Samen- oder Eileiter durchtrennt werden. Dieser Eingriff hat keinen Einfluss auf das Wesen des Tieres, verhindert aber die ungewollte Fortpflanzung und wäre aus verhaltensbiologischer Sicht eigentlich wĂźnschenswert. Eine nur sterilisierte Katze erfordert jedoch ein HĂśchstmaĂ an artgerechter Haltung, die mit einer reinen Innenkatze kaum noch erfĂźllt werden kann. Dazu gehĂśren der Auslauf, tolerante Nachbarn, wenig Autoverkehr auf mehrere Kilometer in der Umgebung und zumindest ein sterilisierter Partner in der Nähe, um gefährliche Revierkämpfe in der Ferne zu vermeiden. Zudem sind die mit der geschlechtlichen Aktivität verbundenen Verhaltensweisen nach wie vor präsent und erschweren das harmonische Zusammenleben mit dem Menschen. FĂźr weibliche Katzen ohne Freigang ist die Sterilisation keine Alternative zur Kastration. Da durch den fehlenden Deckakt der Eisprung ausbleibt, kommt es zu Dauerrolligkeit und zu Zystenbildung an den EierstĂścken.
Fortpflanzungskontrolle mit Hormonen
An Katzen kÜnnen parenteral oder oral Gestagene verabreicht werden.cite-ref-books-qtmqvzwvem0c-318-82-0[82] Sie sollen zugleich unerwßnschte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Markieren mit Urin verhindern. Bei der oralen Verabreichung steht die Behandlung mit Medroxyprogesteronacetat im Vordergrund, daneben Megestrolacetat. Die Wiederherstellung der Fertilität ist auch nach einer Verabreichung ßber mehrere Jahre mÜglich.cite-ref-83[83]
Erkrankungen
Siehe auch
: Kategorie:Katzenkrankheit
Die normale KĂśrpertemperatur von Katzen beträgt 38 °C bis 39 °C. Ab 39,3 °C spricht man von erhĂśhter Temperatur. Der Puls einer ruhenden Katze beträgt 110 bis 140 Schläge pro Minute, die Atemfrequenz beträgt 20â30 AtemzĂźge pro Minute.
Häufige virale Infektionskrankheiten sind Katzenschnupfen, Katzenseuche, Katzenleukämie und Feline infektiĂśse Peritonitis (FIP), seltener ist das Immundefizienzsyndrom der Katzen. Ihre Rolle als Ăberträger der Tollwut hat die Katze durch Impfungen zum groĂen Teil verloren.
Hauskatzen beherbergen häufig Parasiten. Hier werden am häufigsten Infektionen mit Endoparasiten wie Spul- und BandwĂźrmern (â Wurminfektionen der Katze), Kokzidien sowie Ektoparasiten wie FlĂśhe, Milben und Haarlinge beobachtet. Ektoparasiten spielen auch als Ăberträger bestimmter Krankheiten eine Rolle.
Die Chronische Nierenerkrankung (CNE) ist ein irreversibles Versagen der Nierenfunktion. Die meisten Katzen, die an einer CNE erkranken, bekommen diese Krankheit aufgrund des Alterungsprozesses (etwa 30 % aller Katzen ßber 15 Jahre erkranken an CNE). Die CNE kommt jedoch auch bei jßngeren Katzen vor, wobei diese meist aus genetischen Grßnden von dieser Krankheit betroffen sind. Auch Infektionen wie chronische Zahnentzßndungen kÜnnen zu einer CNE fßhren. Die häufigsten endokrinen Erkrankungen sind die Schilddrßsenßberfunktion und die Zuckerkrankheit.
Die häufigste Tumorerkrankung ist das maligne Lymphom. Weiterhin treten feline Fibrosarkome vor allem als Impfreaktion häufig auf.
Ausgesprochen häufige Katzenkrankheiten neben den bereits erwähnten sind FORL (âneck lesionsâ), FLUTD (feline lower urinary tract disease), hypertrophe/restriktive/dilatative Kardiomyopathie (Feline Hypertrophe Kardiomyopathie ist bei Hauskatzen die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung), Asthma und das eosinophile Granulom. Aktuelle Studien zeigen, dass Katzen auch sehr häufig an chronischen Gelenkerkrankungen (Osteoarthrosen) leiden, vor allem HĂźftgelenksarthrosen, dies aber häufig kaum zeigen.cite-ref-84[84]
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen steigt dank besserer medizinischer Versorgung und Futterqualität. Bei steigender Lebenserwartung wird auch bei Hauskatzen immer häufiger eine Altersdemenz diagnostiziert.cite-ref-geliebte-katze-de-8-1[8]
Impfungen
Impfungen gegen eine Reihe von Krankheiten sind verfßgbar, wobei die Impfempfehlungen nicht nur in Hinblick auf Haltungsart und Haltungsort, sondern auch hinsichtlich der Häufigkeit von Impfungen uneinheitlich sind. Allgemein anerkannt ist inzwischen das bei Katzen relativ hohe Risiko von Impfschäden, insbes. dem felinen Fibrosarkom, einer häufig tÜdlich verlaufenden Erkrankung, deren Risiko zwischen 1:1000 bis 1:10.000 geschätzt wird.cite-ref-lmu-impfsarkom-85-0[85]
Nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission Vet. fßr Katzencite-ref-86[86] wird eine Grundimmunisierung von Welpen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, sowie bei Freigängern auch gegen Tollwut empfohlen und zwar in der 8. (ohne Tollwut), 12. und 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat. Auffrischungsimpfungen werden bei Tollwut gem. Herstellerangaben empfohlen, bei Katzenseuche nach drei Jahren, bei Katzenschnupfen nach einem Jahr (Freigänger) bzw. 2 Jahren (Wohnungskatzen). Andere Impfungen werden nur nach Lebensumständen und Seuchenlage empfohlen. Die Impfempfehlungen decken sich hinsichtlich der Grundimmunisierung mit den Empfehlungen der Medizinischen Kleintierklinik der LMU Mßnchencite-ref-impfempfehlunge-lmu-87-0[87], wobei dort Auffrischungsimpfungen mit Ausnahme von Tollwutimpfungen generell erst nach drei Jahren fßr nÜtig gehalten werden. Weiterhin empfiehlt die LMU bei Freigängern auch eine Impfung gegen Katzenleukämie bei noch nicht infizierten Tieren mit einer Grundimmunisierung in der 16. und 20. Lebenswoche sowie einer weiteren Impfung nach 15 Monaten. Fßr die Wiederholungsimpfung werden Intervalle von drei Jahren als ausreichend angesehen. Die Empfehlungen der Hersteller sehen in der Regel Wiederholungsimpfungen nach abgeschlossener Grundimmunisierung in Jahresintervallen vor.
In Deutschland sind keine Impfungen gesetzlich vorgeschrieben. Bei einem Grenzßbertritt innerhalb der EU ist (mindestens) ein bestehender Impfschutz im Sinne von § 1 Nr. 3 Tollwutverordnung und Anhang III der EU-Verordnung 576/2013cite-ref-88[88] gegen Tollwut verpflichtend, der korrekt in einem EU-Heimtierausweis dokumentiert sein muss.cite-ref-89[89] Zur eindeutigen Zuordnung des Tieres ist dieses mit einem implantierten Transponder bzw. in Altfällen mit einer vor dem 3. Juli 2011 vorgenommenen Tätowierung zu kennzeichnen.cite-ref-90[90] Die Schweiz hat die Regelungen der Europäischen Union hinsichtlich des Tollwutschutzes ßbernommen.cite-ref-91[91]
Katzen als Krankheitsßberträger
Wie alle Haustiere kÜnnen Katzen eine Reihe von Krankheiten auf den Menschen ßbertragen (Zoonosen). Noch häufiger als Hundebisse fßhren Katzenbisse zu Infektionen.cite-ref-92[92] Zu den seltenen Erregern einer Infektion durch Katzenbiss gehÜrt Pasteurella multocida.cite-ref-93[93] Die gefährlichsten Krankheiten sind die Toxoplasmose und die Tollwut. Letztere spielt in Deutschland aktuell keine Rolle.
Neben anderen Infektionswegen kann sich der Mensch mit der Toxoplasmose durch Katzenkot infizieren, wenn der den Erreger Toxoplasma gondii enthält. Schwangere Frauen sind besonders gefährdet; wenn die Erstinfektion im zweiten Drittel einer Schwangerschaft erfolgt, kann der Embryo im Mutterleib geschädigt werden oder sterben. Ebenfalls steht dieser Erreger im Verdacht, als AuslÜser fßr Schizophrenie beim Menschen zumindest mitverantwortlich zu sein. Nach einer Infektion besteht lebenslange Immunität; daher ist nur eine erstmals auftretende Infektion während der Schwangerschaft gefährlich. Ein Bluttest kann feststellen, ob AntikÜrper gegen Toxoplasmen im Blut vorhanden sind.
Die Tollwut wird durch Bisse, Kratzer oder durch Kontakt mit den unverletzten Schleimhäuten auf den Menschen Ăźbertragen. Ăbertragungen durch Bisse und Kratzer geschehen besonders leicht, da an Tollwut erkrankte Tiere oft ein sehr aggressives Verhalten zeigen. Die Tollwut verläuft beim ungeimpften Menschen tĂśdlich und stellt eine ernste Gefahr fĂźr Katzenhalter und ihre Umgebung dar. Deutschland gilt inzwischen als tollwutfrei, daher wird die Schutzimpfung fĂźr Katzen nicht mehr behĂśrdlich empfohlen, solange diese nicht ins Ausland reisen. Bei reinen Hauskatzen wird schon länger von der Tollwutimpfung abgeraten, da keine Ansteckung des Tieres mĂśglich ist und die Impfung in seltenen Fällen zu einer Tumorbildung fĂźhren kann (sog. vakzineinduziertes Fibrosarkom).
Durch Katzenbisse und Schmierinfektionen aus offenen Hautwunden infizierter Tiere besteht auch die MĂśglichkeit der Ăbertragung von sogenannten âKatzenpockenvirenâ auf den Menschen. Es handelt sich dabei allerdings um Kuhpockenviren, die nur fĂźr Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich sind. Durch Kratzer kann auĂerdem die zumeist harmlos verlaufende Katzenkratzkrankheit Ăźbertragen werden.
Es kÜnnen auch einige Hautkrankheiten (pilzbedingte Zoonosen) von Katzen auf den Menschen ßbertragen werden. Menschen stecken sich durch den direkten Kontakt mit einem befallenen Tier oder dessen Schuppen an. Die Scherpilzflechte (Tinea capitis) befällt Haare, Haut und Nägel.
Wie bei allen Haustieren besteht auch die Gefahr der Ăbertragung von Parasiten, wie zum Beispiel von HakenwĂźrmern, SpulwĂźrmern oder BandwĂźrmern. Normalerweise werden sie durch direkten oder indirekten Kontakt mit infiziertem Kot Ăźbertragen.
Katzen sind (wie FĂźchse und Hunde) Endwirt fĂźr den Fuchsbandwurm, einen auch fĂźr den Menschen gefährlichen Parasiten. In Gebieten, wo der Fuchsbandwurm verbreitet ist, sind oft Katzen, die Mäuse als Zwischenwirt fressen, ebenfalls mit dem Fuchsbandwurm infiziert und kĂśnnen diesen dann mit ihrem Kot verbreiten. Nicht nur aus diesem Grund ist eine regelmäĂige Entwurmung von Hauskatzen ratsam.
Rechtliches
Hauskatzen gehĂśren zu den weltweit verbreitetsten Heimtieren, damit sind sie auch Gegenstand der Rechtsprechung. Viele Aspekte, die die Hauskatze betreffen, wie etwa die Katzenhaltung, -zucht oder die Stellung der Katze in der Natur, sind Gegenstand von Gesetzestexten.
Das Tierschutzrecht regelt in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz seit längerem den generellen Schutz der Tiere und somit auch der Hauskatze, während das Bundesjagdgesetz den Umgang mit streunenden und wildernden Katzen regelt.
Ebenso wie fĂźr Hunde und Frettchen kann man fĂźr Hauskatzen einen Heimtierausweis der Europäischen Union mit tierärztlicher Dokumentation Ăźber Impfungen zur Erleichterung bei Auslandsreisen mit dem Tier erhalten. Katzen kĂśnnen mit einem unter die Haut eingepflanzten âChipâ unverwechselbar und identifizierbar gemacht werden.
In einigen Städten Saudi-Arabiens wie Dschidda, Mekka und der Hauptstadt Riad ist der Verkauf und das Ausfßhren von Katzen und Hunden verboten, da dies laut Islamischer Religionspolizei häufig die Kontaktaufnahme zwischen Männern und Frauen begßnstige. Das Tier kann bei Zuwiderhandlung beschlagnahmt werden.cite-ref-94[94]
Die Stadt Paderborn hat als erste Gemeinde in Deutschland eine Kastrationspflicht fĂźr Freigänger ab dem 5. Lebensmonat und fĂźr durch Menschen gefĂźtterte Streuner erlassen. Ziel sei die Reduktion der Anzahl streunender, herrenloser Katzen. Dieses sogenannte âPaderborner Modellâ wird durch den Deutschen Tierschutzbund befĂźrwortet. Mittlerweile besteht in 1346 Kommunen Deutschlands (Stand 2024) eine Kastrationspflicht fĂźr Freigänger.cite-ref-zohni-95-0[95] Eine Ăbersicht Ăźber deutsche Gemeinden, in denen bereits eine Kastrationspflicht fĂźr Freigänger gilt, ist bei TASSO zu finden.cite-ref-96[96] Der Rat der Stadt DĂźsseldorf hat die EinfĂźhrung einer Kastrationspflicht fĂźr Katzen abgelehnt. Das Ordnungsamt erklärte, dass keine Belege dafĂźr vorlägen, dass ohne Kastrationsgebot eine Gefahr entstĂźnde, und dass die Kontrolle einer solchen Regelung nahezu unmĂśglich wäre. In der im Rahmen der Abklärung durchgefĂźhrten Umfrage unter deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern hatte keine davon eine Kastrationspflicht beschlossen, obwohl sich die meisten dieser Städte mit Initiativen zum Thema befasst hatten.cite-ref-rp-online-97-0[97] Eine Kampagne der Interessensgemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung, welche ebenfalls die Kastrationspflicht in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte, wurde im Jahre 2011 ergebnislos eingestellt. Der IG Pro Katzenschutzverordnung gehĂśrten nach eigener Angabe ca. 60.000 Einzelmitglieder und 3.000 Vereine an.cite-ref-98[98] Da die Kastrationspflicht sich lediglich auf Katzen mit Besitzern anwenden lässt, setzen sich Tierschutz-Organisationen dafĂźr ein, auch streunende, herrenlose Katzen zu kastrieren. Das Einfangen, Kastrieren und Freilassen (Trap-Neuter-Release) gilt als Mittel der Wahl zur Eindämmung der verwilderten Hauskatzenpopulation. Der Deutsche Tierschutzbund fordert mittlerweile eine Kennzeichnungs-, Kastrationsââ und Registrierungspflicht fĂźr Katzen mit Freigang. Dies wĂźrde nicht nur zur Reduktion der verwilderten Hauskatzenpopulation und der mit ihr verbundenen gesundheitlichen Probleme und negativen Ăśkologischen Auswirkungen fĂźhren (siehe Abschnitt Ăkologie), sondern auch die angespannte Situation in vielen Tierheimen abmildern.cite-ref-zohni-95-1[95]
Artenschutz
In HĂşsavĂk ist der Freigang von Katzen verboten und kann bei wiederholtem VerstoĂ zu einer Strafe von bis zu 10.000 Kronen fĂźhren.cite-ref-3-99-0[99] Im Dorf Omaui, Invercargill, versuchten die BehĂśrden eine katzenfreie Zone zu etablieren.cite-ref-100[100] Um die Haubenlerche zu schĂźtzen, wurde in der Stadt Walldorf eine Ausgangssperre fĂźr Hauskatzen von 1. April bis 31. August verhängt.cite-ref-101[101] Seit Januar 2025 sind Freilaufkatzen in Akureyri verboten.cite-ref-3-99-1[99]
Zucht
Bis ins 19. Jahrhundert hinein schrieben âwestlicheâ Naturbeobachter der Hauskatze nur negative Eigenschaften wie diebisch, lieblos und hinterlistig zu. Edelkatzen hingegen wurden wegen ihrer SanftmĂźtigkeit gelobt. Der Naturforscher Georges-Louis Leclerc de Buffon fand beispielsweise wenig Gutes an der normalen Hauskatze, gab aber Tipps fĂźr die Zucht von Kartäuser- und Angorakatzen. Daher gelten auch heute noch Rassekatzen als anhänglicher, häuslicher, ruhiger und intelligenter als Hauskatzen, was sich aber bei näherer Betrachtung als unzutreffend erweist. Hauskatzen kommen in allen Farbkombinationen, Augenfarben und in allen Felllängen vor. Rassekatzen sind Generationen lang auf ein bestimmtes Aussehen, Fellmuster und Verhalten hin selektiert worden.
ZĂźchtung
Die Katzenzucht erfordert Geduld und gute Tierkenntnisse wie auch solides Wissen Ăźber die Vererbungslehre, wobei die Eigenwilligkeit und das Einzelgängertum von Katzen systematischen Zuchtversuchen entgegenstehen. Um gesunde und dem Zuchtideal entsprechende Tiere zu erhalten, dĂźrfen ihre Eltern keine vererbbaren Gesundheits- oder SchĂśnheitsfehler haben. Die meisten Vereine oder Verbände lassen nur âstandardgemäĂeâ Katzen zur Zucht zu, die auf einer Ausstellung in der offenen Klasse mindestens einmal die Formnote âvorzĂźglichâ erhalten haben. Nur Katzen mit einem Abstammungsnachweis eines anerkannten Zuchtvereines sind Rassekatzen.
Die Rassestandards werden durch internationalen Dachverbände wie FĂŠdĂŠration Internationale FĂŠline, World Cat Federation, Governing Council of the Cat Fancy, Cat Fanciersâ Association, The International Cat Association, denen nationale Zuchtvereine angeschlossen sind, verbindlich festgelegt, kĂśnnen sich aber je nach Dachverband geringfĂźgig unterscheiden.
Die Katzenzucht hat und bringt immer wieder eine ganze Reihe von Katzenrassen hervor. Diese neuen Rassen sind dann bei den unterschiedlichen Dachverbänden zugelassen â oder auch nicht. Vorreiter bei der âNeuzulassungâ sind meist die amerikanischen Verbände wie TICA und die CFF, weniger die konservativeren Europäer.
Die Zucht mit Katzen, die erhebliche gesundheitliche Defekte vererben, stellt in Deutschland einen VerstoĂ gegen § 11b Tierschutzgesetz dar (Qualzucht). Beispiele fĂźr Qualzucht sind bestimmte, als rassetypisch geltende Merkmale, die zu stark ausgeprägt sind: Manche Perserkatzen mit deformierter Nasen- und Mundpartie haben oft Atemprobleme, schnarchen und haben MĂźhe, ihre Nahrung aufzunehmen. AuĂerdem sind durch die platte Nase die Tränenkanäle abgedrĂźckt, so dass ihre Augen ständig tränen. Daneben stellt die erbliche zystische Nierenerkrankung (polycystic kidney disease, PKD) bei dieser Rasse ein ernstes Problem dar. Bei der Maine-Coon-Katze tritt in den sogenannten Showlinien häufig HĂźftdysplasie auf.cite-ref-pawpeds-pawpeds-102-0[102]
Siehe auch
:
Liste von Katzenrassen
und
Liste von Katzenzuchtverbänden
Ausstellungen
Im 18. Jahrhundert stieg die gesellschaftliche Anerkennung der Katze, so dass die Zahl der Katzenbesitzer aus Adel und BĂźrgertum nun einen starken Anstieg verzeichnen konnte. Die Zucht und Selektion besonderer Rassen erlebte ihre erste BlĂźtezeit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es genug Katzenliebhaber, um Ăśffentliche Treffen zu organisieren und die schĂśnsten Tiere von professionellen ZĂźchtern und Amateuren prämieren zu lassen. Harrison Weir, der Schriftsteller, Dichter, leidenschaftlicher Katzenfreund und Mitglied der Horticultural Society war, veranstaltete die erste Ăśffentliche Katzenausstellung am 13. Juli 1871 im Londoner Crystal Palace. Mit dieser groĂen Katzenschau begann die offizielle Geschichte regelmäĂiger Ausstellungen. Im Viktorianischen Zeitalter wurden diese ZusammenkĂźnfte Anlass zu gesellschaftlichen Treffen der englischen Oberschicht.
Mit der Zeit begannen die Zßchter diese Ausstellungen zu nutzen, um ihre neuen Rassen vorzustellen und an deren Verbreitung zu arbeiten. 1887 wurde der National Cat Club (NCC) als erster Katzenzßchterverband, der die Stammbäume der Rassen erfasste und katalogisierte, gegrßndet. Der Verband wurde 1910 durch den Governing Council of the Cat Fancy (GCCF) ersetzt. 1938 wurde die Cat Association of Great Britain (CAGB) als alternative Organisation gegrßndet.
Inzwischen verbreitete sich das Interesse fĂźr Rassekatzen auch rasch in Europa und den USA. Im März 1881 wurde im Bunnel-Museum in Boston die erste Katzenausstellung in den USA organisiert. Doch vor allem die groĂe, nach englischem Vorbild von James T. Hyde im Madison Square Garden in New York am 5. Mai 1895 veranstaltete Katzenschau erhĂśhte die Beliebtheit von Rassekatzen. Im Laufe der Zeit bildeten sich in diesem weitläufigen Land mehrere Organisationen heraus, unter denen die Cat Fanciers Association (CFA) die grĂśĂte war. In den einzelnen Ländern Europas wurden nationale Verbände und manchmal auch mehrere alternative Organisationen gegrĂźndet, die normalerweise in der FĂŠderation Internationale FĂŠline (FIFe) als Dachverband zusammengefasst wurden.
Auszeichnungen
Katzen werden nach Rasse, Farbe, Geschlecht und bisherigen Erfolgen bei Ausstellungen in Klassen eingeteilt und von den Juroren entsprechend den fĂźr jede Rasse festgelegten Standards nach einem bestimmten Punktesystem bewertet. Die Gesamtzahl der Punkte bestimmt, ob das Tier die Bewertung âgutâ, âsehr gutâ oder âvorzĂźglichâ erhält. Als âvorzĂźglichâ bewertete Katzen sind ohne Einschränkungen zur Zucht geeignet und dĂźrfen sich um den Titel Certificat dâAptitude au Championnat (CAC), die Anwartschaft auf den Champion, bewerben. Erlangen sie den CAC auf drei Ausstellungen, gelten sie als Champion.
Zum Aufstieg vom Champion zum internationalen Champion muss die Katze bei drei weiteren Ausstellungen den Titel Certificat dâAptitude au Championnat International de BeautĂŠ (CACIB) erringen. Als Champion wird sie nun von internationalen Richtern beurteilt. In der Regel wird sie an Ausstellungen im Ausland teilnehmen mĂźssen. Hat sie dann als internationaler Champion dreimal den Titel Certificat dâAptitude au Grand Championnat International de BeautĂŠ (CAGCIB bzw. CAGCI) erhalten, so gilt sie als internationaler Grand-Champion.
Der internationale Grand-Champion kann noch weiter aufsteigen. Als Nächstes steht die Anwartschaft auf den Titel Certificat dâAptitude au Championnat dâEurope (CACE) an. Wird sie zum europäischen Champion, kann sie durch den Titel Certificat dâAptitude au Grand Championnat dâEurope (CAGCE) zum europäischen Grand-Champion werden.
Bewertungsrichtlinien fĂźr Hauskatzen
Hauskatzen stehen ihren Artgenossen mit Stammbaum in den SchĂśnheitswettbewerben in nichts nach. Einige der groĂen Dachorganisationen vergeben fĂźr sie Extrapreise und Titel. Der amerikanische Dachverband TICA ehrt Jahr fĂźr Jahr am Ende jeder Showsaison neben den schĂśnsten Rassekatzen auch seine besten Hauskatzen (HHP). Die GCCF hat fĂźr Hauskatzen einen zusätzlichen Standard herausgegeben, und fĂźr Richter der ACFA und CFA existiert eine Richtlinie, wie eine Hauskatze zu bewerten ist. Europäische Verbände und Vereine vergeben fĂźr Hauskatzen sogar Titel.
Punkteskala GCCF-Standard: Hauskatze (Household Pet, HHP)
| SchĂśnheit | 25 Punkte |
|---|---|
| Charakter | 15 Punkte |
| Kondition + Fell | 30 Punkte |
| Gesicht + Ohren | 15 Punkte |
| Ausgewogenheit + Proportionen | 15 Punkte |
| Insgesamt | 100 Punkte |
Katzen in Kunst und Kultur
Bildende Kunst
Katzen wurden schon frĂźh als Motiv in der Kunst verwendet. Besonders im Alten Ăgypten hat die Katze in der Darstellung eine entscheidende Rolle gespielt. So finden sich in ägyptischen Denkmälern und Grabkammern viele Abbildungen und Statuen von Katzen. Zudem sind sie auf griechischen MĂźnzen des 5. Jahrhunderts v. Chr. abgebildet. Später bildeten sie Motive rĂśmischer Mosaike und Gemälde und waren auf MĂźnzen, Schilden sowie auf TĂśpferwaren abgebildet. Das Book of Kells aus dem 8. Jahrhundert zeigt ebenfalls Miniaturen von Katzen.cite-ref-103[103] In der Renaissance wurde die Katze in der europäischen Kunst wiederentdeckt. Leonardo da Vinci schuf das erste Katzenbild. Albrecht DĂźrer zeichnete eine Katze, Adam und Eva zu FĂźĂen liegend, in seiner Grafik vom SĂźndenfall. Jan Brueghel der Ăltere malte das Katzenkonzert.cite-ref-104[104] Auch etliche Werke des italienischen Malers Jacopo Tintoretto zeigen Katzen.
Der franzĂśsische Impressionist Ădouard Manet, der die Frau mit der Katze auf dem SchoĂ malte, war ein ausgesprochener Katzenfreund. Pierre-Auguste Renoirs romantische Beziehung zur Katze zeigt sich in den Bildern Frau mit Katze und Junges Mädchen mit Katze. Auch in einigen Werken des KĂźnstlers Henri de Toulouse-Lautrec sind Katzen zu sehen.
Im 19. Jahrhundert wurden besonders der Schweizer Gottfried Mind (genannt âKatzen-Raffaelâ) und der Sachse Fedor Flinzer fĂźr ihre Katzenbilder bekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blieb die Katze ein beliebtes Motiv. Franz Marc, dessen Vorliebe den Tieren galt, malte Die weiĂe Katze (siehe Abb.). In den Werken der Maler Raoul Dufy, Paul Klee, Max Beckmann und Balthus lassen sich auch Katzendarstellungen finden. Seit Ende des 20. Jahrhunderts sind stilisierte Katzenbilder von Rosina Wachtmeister und auf ihrer Grundlage hergestellte Porzellanfiguren beliebte Sammelobjekte.
Mythologie
Seit ungefähr 3050 v. Chr. wurde Bastet im Alten Ăgypten verehrt. Sie gilt als die Gemahlin des Sonnengottes Re, Mutter des LĂśwengottes Mahes und in gesonderten Ăberlieferungen auch als Mutter von Nefertem und Anubis. Man bezeichnet sie als GĂśttin der Liebe, der Zeugungskraft, der Stärke und des Guten. Als Mondkatze bewachte sie unter anderem bei Nacht die Sonne und bekämpfte die Schlange der Finsternis, die Todfeindin der Sonne.cite-ref-wasistwas-19-3[19] Am Anfang wurde sie oft mit einem LĂśwenkopf dargestellt und mit der GĂśttin Sachmet gleichgestellt. Sachmet ist blutrĂźnstig und stellt die zerstĂśrerische Kraft der Sonne dar, während man Bastet als die wohltuende Kraft der Sonne ansieht. Doch erst im Mittleren Reich Ăgyptens wurde die Katze zum heiligen Tier der Bastet erklärt, und später wurde sie nicht mehr mit einem LĂśwenkopf, sondern mit einem Katzenkopf dargestellt. Sie bekam zudem weichere und freundlichere GesichtszĂźge. Ihr zu Ehren fĂźhrten Frauen Musik und Tanz auf und fanden Schiffsprozessionen und orgiastische Zeremonien statt.
Bastet wird als Frau mit Tierkopf oder aber als ganzes Tier dargestellt. Bei der katzenkĂśpfigen Darstellung hält sie meistens das Sistrum (ein kultisches Instrument, das die Finsternis vertreiben soll und eine Verbindung mit den GĂśttern Isis und Hathor bezeugt), eine Schachtel, Ketten, ein junges Kätzchen als Zeichen der MuttergĂśttin oder einen Papyrusstab als Zepter. Die Papyruspflanze ist das Symbol fĂźr âGedeihenâ und die Wappenpflanze Unterägyptens, wo Bubastis lag. In Bubastis, der Hauptkultstadt Bastets, befand sich auch ein riesiger Katzenfriedhof.
Die ägyptische Katzenverehrung war so stark, dass fĂźr sie innerhalb des Islam eine Berechtigung hergeleitet werden musste. Im Koran ist daher in Erinnerung an den alten Volksglauben eine Geschichte von Mohammeds Lieblingskatze enthalten.cite-ref-105[105] In islamischen Wundererzählungen ist häufig von Katzen die Rede. Es gab Sufi-Orden, die in ihren KlĂśstern Katzen als Wächter hielten.cite-ref-106[106] Der im Koran mehrfach erwähnte Begriff sakÄŤna steht fĂźr einen Seelenzustand, in welchem der Gläubige die gĂśttliche Gegenwart erfährt. Sakina konnte nach dem Volksglauben als Katze oder als Mischwesen mit einem Katzenkopf sichtbar werden. Die frĂźhislamischen Kämpfer sollen in der Schlacht eine Lade (Tragsessel, auch tÄbĹŤt) mitgefĂźhrt haben, die, falls aus ihr Katzengeschrei hervordrang, auf magische Weise zum Sieg verhalf.cite-ref-107[107] Die Katze gilt im Islam als reines Tier, im marokkanischen Volksislam ist sie darĂźber hinaus noch mit etwa Baraka (Segenskraft) behaftet. Wovon die Katze zuvor gefressen hat, das soll auch fĂźr den Menschen bekĂśmmlich sein, weshalb an manchen Schreinen Katzen gefĂźttert werden.cite-ref-108[108]
In der Mythologie des persischen Zoroastrismus war die Katze (mittelpersisch gurbag) ein Werk des Teufels. Ein zoroastrischer Priester des 9. Jahrhunderts n. Chr. erklärte, die Katze sei aus der Verbindung von Dschamschids Schwester Dschamak mit einem Dämonen hervorgegangen.cite-ref-109[109]
In anderen Kulturen spielt die Katze in der Mythologie ebenfalls eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise Shashthi, die Hindu-GÜttin der Geburt, auf einer Katze reitend dargestellt. Freya, die nordische GÜttin der Liebe und Fruchtbarkeit, fährt in einem von zwei Katzen gezogenen Wagen. Als Symbol fßr den Mond verkÜrpert die Katze sein Geheimnis.
Im Volksglauben in Osttimor gelten Katzen als heilig. Wenn man eine Katze tĂśtet, soll man selbst und seine Nachkommen bis in die siebente Generation verflucht sein. Bei Beerdigungen werden Katzen vom Leichnam ferngehalten, weil nach dem Aberglauben der Tote, beherrscht von bĂśsen Geistern, wieder zum Leben erwacht, wenn eine Katze Ăźber ihn springt.
Katzen werden teilweise auch im japanischen ShintĹ als Nekogami verehrt. DarĂźber hinaus gelten Maneki-neko-Figuren (âWinkekatzenâ) als GlĂźcksbringer, Bakeneko und Nekomata sind katzenfĂśrmige Dämonen.
Erzählungen
Eine Sage aus dem morgenländischen Märchenschatz erzählt von einer Mäuse- und Rattenplage während der groĂen Sintflut. Es drohte eine Hungersnot, da die Vorräte schon arg angenagt waren. Aus Verzweiflung suchte Noah Rat beim LĂśwen, der mit seiner LĂświn gerade seinen Mittagsschlaf halten wollte. Der KĂśnig der Tiere hĂśrte Noah an, blinzelte seiner LĂświn zu, sagte aber nichts. Noah wandte sich enttäuscht ab, strich zuvor der LĂświn gedankenverloren Ăźber den Kopf. In diesem Moment nieste die LĂświn einmal kräftig. Aus ihrer Nase entsprangen zwei mähnenlose MinilĂśwen â das erste Katzenpaar. Rasch hatten die beiden MinilĂśwen die Plage im Griff. Mensch und Tier waren begeistert â mit Ausnahme der Mäuse und Ratten.
Im weltweit bekannten Märchen vom gestiefelten Kater, das die Brßder Grimm in ihre Sammlung aufnahmen und Ludwig Tieck als KomÜdie fßr das Theater bearbeitete, aber auch in anderen Märchen spielt die Katze eine Hauptrolle, etwa Der arme Mßllerbursch und das Kätzchen.
Nach einer ungarischen Sage soll Eva aus dem Schwanz einer Katze entstanden sein. Als Gott Adams Rippe herausnahm, um daraus die Frau zu formen, soll diese von der Katze geschnappt worden sein. Sie rannte davon, aber Gott erwischte ihren Schwanz und formte Eva daraus. In Rumänien wiederum erzählt man sich, dass die Katze aus der Frau entstanden sei. Deren Name war Kata, und deshalb wurde das neu entstandene Lebewesen so benannt.
Auch von Muezza, der Katze des islamischen Propheten Mohammed, werden einige Legenden Ăźberliefert. Um das in seinem Arm schlafende Tier nicht zu wecken, soll dieser ohne ZĂśgern den Ărmel seines Gewandes abgeschnitten haben, als er zum Gebet gerufen wurde. Ebenso heiĂt es, dass alle Katzen mit vier Pfoten auf den Boden fallen, weil Mohammed den RĂźcken seiner Lieblingskatze nach der RĂźckkehr von diesem Gebet dreimal streichelte und ihr diese Gabe verlieh, oder nach einer anderen Version, weil er sie immer zärtlich streichelte. Nach den Legenden hat eine Katze sogar ihre Jungen in dem weiten Ărmel seines Gewandes geboren. Im islamischen Volksglauben gilt die Katze als einziges Tier, das so rein ist, dass Wasser, aus dem sie getrunken hat, noch zur Waschung vor dem Gebet geeignet ist.cite-ref-110[110]
Der islamische Gelehrte Ibn Babshad saà mit Freunden auf dem Dach einer Moschee in Kairo beim Essen, als eine Katze vorbeikam. Sie gaben ihr ein paar Bissen, und sie trug sie weg, um kurz später wiederzukommen und erneut ein paar Brocken davonzutragen. Neugierig folgte er der Katze und sah, dass sie mit den Brocken eine andere, blinde Katze fßtterte. Allahs Fßrsorge fßr die blinde Katze rßhrte ihn so sehr, dass er all seinen Besitz aufgab und bis zu seinem Tod im Jahr 1067 in Armut und Gottvertrauen lebte.
Eine chinesische Legende handelt davon, dass der Jadekaiser alle Tiere zu sich rief, um mit ihnen die Sternzeichen zu besprechen. Die Tiere sollten alle an einem bestimmten Datum an einem bestimmten Ort erscheinen. Es war die Aufgabe der Ratte, der Katze zu sagen, wann dieses Treffen stattfinden sollte. Da die Ratte aber hinterlistig war, sagte sie der Katze ein falsches Datum. Die Katze erschien einen Tag zu spät und wurde somit nicht in die Tierkreiszeichen aufgenommen (in den chinesischen Tierkreiszeichen ist zwar der Tiger vertreten, er ist bei den Asiaten jedoch nicht mit der gewÜhnlichen Hauskatze vergleichbar). Der Verrat der Ratte soll der Grund sein, warum alle Katzen gerne Ratten und Mäuse jagen.
Im Zen-Buddhismus handelt eine Geschichte von einem Meister, der jeden Abend von der Klosterkatze bei der Meditation gestĂśrt wurde. Damit sie nicht länger herumstreunen konnte, lieĂ er sie nun immer während der Abendmeditation anbinden. Noch lange nach dem Tode des Zen-Meisters wurde die Katze stets während der Abendmeditation angebunden. Und als die Katze schlieĂlich starb, wurde eine andere besorgt, um sie ordnungsgemäà während der Abendmeditation anzubinden. Jahrhunderte später schrieben die SchĂźler des Zen-Meisters Abhandlungen Ăźber das Anbinden der Katze während der Abendmeditation.
In der japanischen Kultur gibt es die Legenden von der glĂźcksbringenden Maneki-neko, sowie den âDämonenâ (YĹkai) Bakeneko, Nekomata und Kasha.
In Europa ist die Legende von der TeufelsbrĂźcke weit verbreitet. Es ergab sich die Notwendigkeit, dass die Bewohner die Hilfe des Teufels beim Bau einer BrĂźcke in Anspruch nehmen mussten. Als Preis fĂźr seine Leistung fordert dieser die Seele des ersten Lebewesens, das die BrĂźcke Ăźberquert. Am Tag der ErĂśffnung Ăźberlistet der Priester den Teufel, indem er eine schwarze Katze dazu bringt, die BrĂźcke zu Ăźberqueren.
Der Grieche Ăsop erzählt in einer seiner Fabeln von einer Katze, die sich in einen JĂźngling verliebt hatte. Da ihr Begehren so stark war, erhĂśrte die GĂśttin Venus ihr Gebet und verwandelte sie in eine verfĂźhrerische junge Frau. Trotz ihres menschlichen KĂśrpers jedoch jagte sie jeder Maus nach, die sie erblickte, worauf die erzĂźrnte GĂśttin sie wieder in eine Katze zurĂźckverwandelte.
In dem finnischen Nationalepos Kalevala dringt die Hexe Louhi in Häuser ein und zaubert alle Bewohner auf einen von einer riesengroĂen Katze gezogenen Schlitten, der die Gefangenen an die Grenze von Pohjola, des Reiches der Nacht und der bĂśsen Geister bringt.
Nach einer alten polnischen Legende klagte eine Katze darĂźber, dass ihr grausamer Herr ihre Jungen in den Fluss geworfen habe. Vor RĂźhrung und aus MitgefĂźhl neigten die Weiden am Fluss ihre Ăste ins Wasser, damit sich die Kätzchen daran festhalten und herausklettern konnten. Seitdem haben die BlĂźten der Weide ein weiches Fell und werden âKätzchenâ genannt.
Philatelistisches
Mit dem Ersttag 2. Februar 2023 gab die Deutsche Post AG in der neuen Serie Beliebte Haustiere mit dem Motiv einer Hauskatze ein Postwertzeichen im Nennwert von 100 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt vom Grafiker Thomas Steinacker aus Bonn.
Literatur
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Hauptartikel
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Katzen in der Literatur
Heraldik
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Hauptartikel
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Katzen im Wappenwesen
Comics und Zeichentrickfilme
In vielen zeitgenĂśssischen Zeichentrickfilmen sind Katzen die Hauptfiguren. Beispielsweise im Katzenkrimi Felidae (1993), Walt Disneys Familienfilm Aristocats (1970) und in Das KĂśnigreich der Katzen (2002) von Studio Ghibli. Aber es gibt auch keineswegs jugendfreie Figuren, wie Fritz the Cat (1972) von Robert Crumb, im gleichnamigen Zeichentrickfilm.
In der Disney-Zeichentrickserie Chip und Chap â Die Ritter des Rechts ist der verbrecherische Kater Al Katzone (Anspielung auf Al Capone) einer der Hauptgegenspieler der aus Nagetieren bestehenden Rettungstruppe. Auch mit Kater Karlo, dem ewigen Gegenspieler von Micky Maus und Goofy, spielt eine Katze in einer Disney-Verfilmung eine eher negative Rolle.
Pat Sullivan schuf 1917 die Comic-Figur Felix the Cat, in der eine schwarze Katze als sympathischer Komiker dargestellt wird. Die Zeichentrickserie Tom und Jerry schildert den ewigen Kampf des Hauskaters Tom mit der gewitzten Maus Jerry, in der Zeichentrickserie Sylvester und Tweety spielt sich Ăhnliches zwischen Hauskater Sylvester und Kanarienvogel Tweety ab. Der gleiche Sylvester ist auch der Antagonist zu Speedy Gonzales, der schnellsten Maus von Mexiko.
In der Zeichentrickserie Die Simpsons existiert eine eigene Kinderserie namens Itchy & Scratchy, in der die Maus Itchy den Kater Scratchy jeweils auf brutalste Weise umbringt. Dies stellt eine Parodie auf Tom & Jerry dar. Eine Folge der Serie dauert ca. 30 Sekunden. AuĂerdem haben die Simpsons eine Hauskatze namens Snowball II.
In japanischen Manga und Anime kommen zumeist in Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten Menschen mit Katzenmerkmalen, wie Katzenohren (Nekomimi), Katzenschwanz, Pfoten und/oder Schnurrhaaren vor. Vor allem die weibliche Form der Catgirls ist sehr beliebt. Bekannte Charaktere sind Merle aus The Vision of Escaflowne, Nuku Nuku aus BannĹ Bunka Nekomusume oder Elis aus Asobi ni Iku yo!. Es gibt auch erotische Zeichnungen, die mal sĂźĂe, mal wilde Figuren zeigen.
Die Manga Whatâs Michael von Makoto Kobayashi und Kleine Katze Chi von Konami Kanata erzählen lustige Geschichten rund um die charakterlichen Besonderheiten und Eigenarten von Katzen. Auch in der beliebten Manga- und Animeserie Ranma ½ spielen Katzen eine wichtige Rolle. Die Hauptfigur Ranma hat panische Angst vor Katzen; die Figur Shampoo verwandelt sich beim Kontakt mit kaltem Wasser in eine Katze und mit heiĂem Wasser zurĂźck in ein Mädchen. Bei Sailor Moon sind die Katzen Luna und Artemis wichtige Berater der âSailor-Kriegerinnenâ.
Das Märchenmotiv des gestiefelten Katers wird in den Animationsfilmen Shrek 2 und 3, sowie dem Ableger Der gestiefelte Kater (2011) aufgegriffen.
Film
Catwoman, ursprĂźnglich eine Comicfigur, stellt das weibliche GegenstĂźck zu Batman dar, eine Superheldin und Batmans Gegenspielerin mit katzenhaften ZĂźgen, in Filmen gespielt von Michelle Pfeiffer (Batmans RĂźckkehr), Halle Berry (Catwoman) und Anne Hathaway (The Dark Knight Rises).
Die Katze aus dem Weltraum ist ein auĂerirdischer Kater mit entsprechenden Fähigkeiten in einer Science-Fiction-Parodie von 1977.
Akira Kurosawa zeigte in seinem letzten Film Madadayo (1993) den Sensei und Literaten Hyakken Uchida wegen einer entlaufenen Katze zutiefst niedergeschlagen und dem Selbstmord nahe; als endlich eine neue eintrifft, freut sich der Zuschauer mit ihm. Unvergessen auch die dramaturgisch ähnliche Katze in Frßhstßck bei Tiffany.
Die Katze mit Hut (nach dem gleichnamigen Kinderbuch des Autoren-Ehepaars Simon und Desi Ruge) ist ein Klassiker der Augsburger Puppenkiste, die sich auch dem Kater Mikesch gewidmet hat.
In der KomĂśdie Cats & Dogs â Wie Hund und Katz versuchen Katzen, die Weltherrschaft an sich zu reiĂen.
Bob, der Streuner (2016), basierend auf einer wahren Geschichte, handelt von einer Freundschaft zwischen einer streunenden Katze und einem StraĂenmusiker, der mit Drogen und Obdachlosigkeit zu kämpfen hat.
Verwertung des KĂśrpers
Katzenfleisch
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Hauptartikel
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Katzenfleisch
Hauskatzen werden in verschiedenen Ländern als Fleischlieferanten genutzt und verzehrt, unter anderem in China. Katzenfleisch wird in einigen Gegenden Chinas und Koreas zur Zubereitung regionaler Speisen eingesetzt.cite-ref-spon-597347-111-0[111] In Guangzhou wird Katzen- und Schlangenfleisch regelmäĂig in einer Speise namens âDer Drache und der Tigerâ serviert.cite-ref-spon-568910-112-0[112]
In vielen Ländern fällt Katzenfleisch unter ein Nahrungstabu. Per Gesetz darf es in Deutschland nicht als Lebensmittel und in vielen anderen Ländern nicht als Nahrungsmittel gewonnen, verwendet, gehandelt oder in den Verkehr gebracht werden.
Katzenfell
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Katzenfell
Das Gewinnen und Verwenden von Katzenfell etwa fĂźr Pelzkleidung hat eine lange Tradition. Die Einfuhr und das Inverkehrbringen ist in der EU inzwischen verboten.cite-ref-113[113]
Ăkologie
GegenĂźber Wildtieren haben Hauskatzen durch die Obhut des Menschen enorme Ăberlebensvorteile. Ihre Zahl ist dementsprechend weitaus hĂśher als die wild lebender Beutegreifer. In der Schweiz etwa gibt es zehnmal so viele Hauskatzen wie FĂźchse.cite-ref-114[114]
Da ein GroĂteil der Katzen zeitweilige Freiheit genieĂt und aufgrund der halbwilden Populationen hat diese Tierform Einfluss auf das natĂźrliche Ăkosystem. In Deutschland schätzt man bis zu zwei Millionen verwilderte Tiere â diese Zahl ist jedoch nicht verifiziert.cite-ref-zeit-de-115-0[115] Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Verbreitung verwilderter Hauskatzen zu einer Verdrängung, Bestandsgefährdung und vermutlich auch zum Aussterben einiger endemischer Tierarten Ăźberseeischer Ăkosysteme gefĂźhrt hat. Ăberdies kann es zur Hybridisierung mit europäischen Wildkatzen und in Afrika mit Falbkatzen kommen.
Hauskatzen und Wildkatzen
In Gebieten, in denen die europäische Wildkatze vorkommt, besteht die MÜglichkeit der genetischen Vermischung (Hybridisierung) mit Hauskatzen, wie einige Studien nachweisen konnten. Aus naturschutzfachlicher Sicht wird eine solche Hybridisierung kritisch gesehen, da das Fortbestehen einer endemischen Art beeinflusst oder gefährdet wird.cite-ref-116[116] In den betroffenen Gebieten wird daher ßber das Verbot zur Haltung von Hauskatzen, ßber die Sterilisierung oder Bejagung diskutiert. Allerdings sind aus populationsgenetischer Sicht bisher keinerlei Veränderungen bei Katzenhybriden bekannt, die nachteilige Auswirkungen hätten.cite-ref-dib-12-1[12]
Von verwilderten Hauskatzen kann durch Ăbertragung von Haustierkrankheiten und Hybridisierung eine erhebliche Gefahr fĂźr Wildkatzenpopulationen ausgehen.cite-ref-117[117]
Wirkung auf Beutetiere
Die massive Prädation von kleineren VĂśgeln, kleineren Säugetiere, Amphibien und Reptilien ist weltweit dokumentiert.cite-ref-118[118] Ein bekannter Extremfall ist das Aussterben des StephenschlĂźpfers Traversia lyalli, einer Vogelart auf der Stephens Island (Neuseeland), verursacht entweder durch eine einzelne Hauskatze oder mehrere verwilderte Katzen auf der Insel 1895.cite-ref-119[119] Kritiker halten Ornithologen oftmals vor, dass auf dem Festland keine Vogelart nachweislich durch Katzen ausgerottet wurde. Dabei wird aber missachtet, dass zumindest auf lokaler Ebene Vogelpopulationen vorĂźbergehend ausgelĂśscht werden kĂśnnen. In den meisten Studien stellen VĂśgel nach Kleinsäugern (z. B. Mäusen) den zweitgrĂśĂten Anteil an erbeuteten Tierarten dar. Selbst konservative Schätzungen bezĂźglich der von Hauskatzen getĂśteten VĂśgel in Nordamerika werten die Prädation durch Hauskatzen als einen der wichtigsten, anthropogen verursachten EinflĂźsse auf die Sterberate von Kleintieren. Besonders in Gebieten mit hohem Prädationsdruck, beispielsweise Städten, kĂśnnen sich bestimmte Vogelarten nur aufgrund der Zuwanderung von VĂśgeln erhalten.cite-ref-0-120-0[120]cite-ref-1-121-0[121] Dennoch konnte bisher kein wissenschaftlicher Beweis erbracht werden, dass Vogelarten Ăźber das AusmaĂ einer lokalen Population hinaus durch Hauskatzen gefährdet sein kĂśnnten. Allerdings ist damit nicht gesagt, dass Katzen gar keinen Einfluss auf die Bestandszahlen hätten. Solch eine Schlussfolgerung, die von manchen NaturschĂźtzern gern getroffen wird, wĂźrde die Hochrechnungen vieler Studien zu diesem Thema vĂśllig ignorieren.cite-ref-dib-12-2[12]cite-ref-issg-122-0[122] Allerdings ist die Verschlechterung der Lebensräume das mit Abstand grĂśĂte Problem fĂźr die Vogelwelt und nicht die Katze.cite-ref-nabu-123-0[123]
Eine Studie US-amerikanischer Forscher zum Fressverhalten streunender Katzen aus 50 Jahren und von vier Kontinenten ergab, dass kleine Säuger ungefähr 70 % und VĂśgel ungefähr 20 % der Beute ausmachen.cite-ref-124[124] Loss et al. schätzen, dass freilaufende Katzen in den Vereinigten Staaten jährlich 1,3â4,0 Milliarden VĂśgel und 6,3â22,3 Milliarden Säugetiere tĂśten. Die Mehrzahl dieser Tiere fiele Katzen zum Opfer, die niemandem gehĂśrten.cite-ref-125[125]
Die Autoren der Studie Bestandsaufnahme und Bewertung von Neozoen in Deutschland der Universität Rostock kamen 2002 im Auftrag des Umweltbundesamtes zu dem Schluss, dass die Hauskatze zu den âwichtigsten schadensverursachenden Neozoen in Deutschlandâ gehĂśre und ihr Gefahrenpotenzial als sehr hoch einzuschätzen sei.cite-ref-126[126]
Eine Fotostudie im Schweizer Jura, die eigentlich die Verbreitung des Baummarders feststellen sollte, dokumentierte als Nebeneffekt nächtliche StreifzĂźge von streunenden Hauskatzen. Viele von ihnen wurden auch einige hundert Meter von den nächsten Häusern entfernt fotografiert. Dies sei darauf zurĂźckzufĂźhren, dass Katzen besonders nachts und in ländlichen Gebieten ihr Streifgebiet um einiges vergrĂśĂern, als in städtischen Gebieten tagsĂźber. Da viele Katzen ein Halsband besaĂen und daher vermutlich regelmäĂig gefĂźttert wurden, wurde angenommen, dass sie nicht wegen der notwendigen Nahrungsaufnahme, sondern wegen ihres Jagdtriebs im Wald unterwegs waren. Einige Aufnahmen zeigten Katzen mit Mäusen, jedoch belegten andere Studien auch das Jagen von kleineren Säugetieren bis Junghasen, VĂśgeln, Reptilien, Amphibien und Insekten.cite-ref-0-120-1[120]cite-ref-1-121-1[121]
Wirkung auf Beutetiere auf Inseln und in Australien
In isolierten InselĂśkosysteme sowie auf Landmassen wie dem australischen Kontinent stellen Hauskatzen eine besondere Bedrohung dar, da es dort ursprĂźnglich keine mit der Hauskatze vergleichbaren, heimischen Raubtiere gab und es den Beutetieren somit an evolutionären Anpassungen fehlt.cite-ref-dib-12-3[12]cite-ref-nabu-123-1[123] Zahlreiche Studien belegen, dass Hauskatzen dort die Populationen vieler, teils endemischer, Arten geschwächt oder ausgerottet haben.cite-ref-127[127] Aufgrund der relativen Isolation ist dieser Nachweis bei Inseln leichter zu erbringen als auf dem Festland. In Neuseeland wurden beispielsweise viele der flugunfähigen VĂśgel von eingeschleppten Ratten und verwilderten Hauskatzen ausgerottet. Darunter im Jahr 1895 der erst ein Jahr zuvor beschriebene StephenschlĂźpfer auf Stephens Island, nachdem ein dort tätiger Leuchtturmwärter 1894 erstmals eine trächtige Katze auf die Insel gebracht hatte.cite-ref-all-about-birds-2017-01-11-128-0[128] Stark in seiner Existenz bedroht ist auch der Kiwi, ebenfalls ein flugunfähiger Vogel.cite-ref-129[129] Sicher belegt ist ebenfalls die erhebliche Reduzierung der Populationen des Rotschwanz-Rabenkakadus, des Goldenen Kurznasenbeutlers und des Lesueur-BĂźrstenkängurus und die Vereitelung von WiederansiedlungsmaĂnahmen dieser Tierarten durch verwilderte Hauskatzen in Westaustralien.cite-ref-issg-felis-catus-130-0[130]
In diesem Zusammenhang ist die Hauskatze allerdings ihrerseits zur Beute geworden: Einige australische Aborigines, die zum Teil noch von der Jagd- und Sammelwirtschaft leben, essen Katzen. Damit ist ein Korrektiv im Ăkosystem entstanden, das die Schadwirkungen der Katzen auf die Artenvielfalt wieder reduziert hat.cite-ref-walsh-131-0[131]
Auch fĂźr Neuseeland, Polynesien oder verschiedene Inseln in der Karibik liegen Untersuchungen vor, die alle in der Datenbank der Welt-Naturschutzorganisation IUCN aufgefĂźhrt sind. Die Invasive Species Specialist Group der IUCN hat die Hauskatze aufgrund der vorliegenden Studien unter die â100 weltweit gravierendsten invasiven Artenâ eingestuft.cite-ref-issg-122-1[122]cite-ref-issg-felis-catus-130-1[130]
Auf Madagaskar, wo es vor der Besiedelung durch den Menschen keine Katzen gab, kommen sogenannte âWaldkatzenâ vor, die von den Einheimischen âAmpahaâ, âFitoatyâ oder âKaryâ genannt werden. Sie sind grĂśĂer als Hauskatzen und besitzen eine relativ einheitliche Fellzeichnung im Tabbymuster. Der Vergleich von DNA-Proben aus verschiedenen Regionen der Insel mit Erbgutinformationen von Hauskatzen weltweit ergab, dass die Vorfahren der madagassischen Katzen aus dem arabischen Raum, genauer aus dem Bereich des Persischen Golfs, sowie aus Indien stammen.cite-ref-132[132] Sie wurden wahrscheinlich von arabischen Seefahrern vor hunderten, vielleicht vor Ăźber tausend Jahren eingefĂźhrt und sind dann verwildert. Wie sich ihre Anwesenheit auf die einheimische Tierwelt auswirkt, kann nach Michelle Sauther noch nicht (Stand 2020) abschlieĂend beurteilt werden.cite-ref-133[133]
AbhilfemaĂnahmen
Laut einer Studie fßhrt bei Hauskatzen die Fßtterung mit ßberwiegend fleischhaltigem Katzenfutter ohne Getreide (grain free) und tägliches Spielen mit Menschen zu einer Verringerung der mit nach Hause gebrachten Beutetiere (Futter: 36 %, Spielen 25 %); daraus wurde auf eine entsprechende Verringerung der erlegten Beutetiere geschlossen.cite-ref-134[134]
Um den Jagderfolg der Katzen zu senken, wurden Halsketten mit GlÜckchen beworben (sog. KatzenglÜckchen), welche Beutetiere frßhzeitig akustisch warnen sollen. Diese zeigten sich jedoch bei VÜgeln nicht effektiv, während sich viele Katzen durch die GlÜckchen gestÜrt fßhlten.
Untersuchungen haben gezeigt, dass bunte Halstßcher, speziell in roten und Regenbogen-Farben, den Jagderfolg bei VÜgeln effektiv senken. Gleichzeitig fßhlten sich die Katzen mehrheitlich nicht gestÜrt. Weniger effektiv zeigten sich die Halstßcher bezßglich Säugetieren, da diese sich weniger optisch orientieren.cite-ref-135[135]
Bejagung
Deutschland
In Deutschland kÜnnen in den meisten Bundesländern wildernde Katzen im Rahmen des Jagdschutzes gemäà § 23 des Bundesjagdgesetzes, entsprechend der genaueren Bestimmungen der Jagdgesetze der Bundesländer durch Jagdschutzberechtigtecite-ref-136[136], also den jeweiligen Jagdausßbungsberechtigten oder bestätigten Jagdaufseher getÜtet werden. Im Land Nordrhein-Westfalen wurden in der Saison 2014/15 gemäà amtlicher Statistik 8607 wildernde Katzen in der Jagdstrecke gezählt, davon 1263 Tiere als Fallwild,cite-ref-137[137] In der Jagdsaison 2014/15 wurden in Hessen 421 getÜtete Katzen gemeldet.cite-ref-138[138]
Mitte 2015 wurde mit einer Reform des Landesjagdrechts das TÜten von Katzen in Nordrhein-Westfalen verboten.cite-ref-139[139] Nach Ansicht des zuständigen Ministeriums seien Abschßsse von Hauskatzen nur noch in Ausnahmefällen mÜglich, nämlich wenn die zuständigen Kreise bzw. kreisfreien Städte dies z. B. zur dauerhaften Sicherung der biologischen Vielfalt oder fßr die Abwehr einer akuten Seuchengefahr fßr erforderlich halten.cite-ref-140[140] Das Abschussverbot von Katzen fßhrt in Nordrhein-Westfalen zu einer starken Belastung von Fundbßros und Tierheimen. So verweigerte die Gemeinde Ascheberg die Annahme einer durch einen Jäger ßberbrachten Katze mit der Begrßndung, sie kÜnne die Tiere nicht tierschutzgerecht unterbringen. Das Oberverwaltungsgericht Mßnster entschied daraufhin am 4. August 2016, dass kommunale Fundbßros, trotz Problemen bei der Unterbringung, von Jägern gefundene Katzen annehmen mßssen.cite-ref-141[141] Die Gemeinden seien grundsätzlich verpflichtet, fßr eine tierschutzgerechte Unterbringung und Versorgung eines Tieres zu sorgen.cite-ref-142[142] Abschussverbote gemäà Landesrecht wurden auch im Saarland und in Baden-Wßrttemberg umgesetzt.cite-ref-143[143] In Verbreitungsgebieten der geschßtzten Wildkatze empfehlen die zuständigen Ministerien in der Regel, auf den Abschuss von wildfarbenen Katzen generell zu verzichten.cite-ref-144[144]
Ăsterreich
Schweiz
Trivia und Populärkultur
⢠Zahlreiche Orte, Personen oder Gegenstände sind nach Katzen oder KÜrperteilen von Katzen benannt, zum Beispiel Katzer, Katzenelnbogen, Katzbach, Katzenbuckel, Katzenkopf, Kattenbach.
⢠In der deutschsprachigen Schweiz werden Hauskatzen generell auch Bßsi, die Kater RÜlli oder Reuel genannt; diese Bezeichnung wird oft auch im sßddeutschen bzw. alemannischen Sprachraum verwendet.
⢠Ein Phänomen der Netzkultur der 2000er Jahre sind Katzenbilder mit humoristischer Betitelung nach besonderen Regeln, die sogenannten Lolcats.
⢠Im Volksmund wird Katzen wegen ihrer Zähigkeit nachgesagt, âsieben Lebenâ zu besitzen. Im angelsächsischen Sprachraum sind es âneunâ.
⢠Die Redewendung âDas ist fĂźr die Katzâ oder âAlles fĂźr die Katzâ ist ein Ausdruck dafĂźr, dass etwas vergeblich war.cite-ref-147[147]
⢠Der Hoax Bonsai Kitten besagt, dass Katzen in Flaschen groĂgezogen wĂźrden.
⢠Gelegentlich legen Katzen tote Mäuse vor die Haustßr, angeblich um ihre Zuneigung dem Menschen gegenßber auszudrßcken.
⢠Am 16. Oktober findet der âTag der streunenden Katzeâ statt.cite-ref-148[148]
⢠Am 8. August findet alljährlich der âInternationale Tag der Katzeâ statt.
Literatur
⢠Ronald M. Nowak: Walkerâs Mammals of the World. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-8018-5789-9 (englisch).
⢠Dagmar Thies: Rassekatzen zĂźchten. Vererbung Partnerwahl Rassen der Welt. Kosmos, 1997, ISBN 3-440-07281-9, S. 87â89.
⢠Paul Leyhausen: Katzen. Eine Verhaltenskunde. 6. Auflage, Paul Parey Verlag, Berlin/Hamburg 1982, ISBN 3-8263-2766-7.
⢠Federico Hindermann (Hrsg.): Katzen Eine Auswahl von Texten aus der Weltliteratur, mit 10 farbigen und 27 schwarzweiĂen Bildern von Gottfried Mind, Manesse Verlag, ZĂźrich 1997, ISBN 3-7175-1614-0.
⢠Desmond Morris: Catwatching. Die KÜrpersprache der Katze. Heyne Verlag, Mßnchen 2000, ISBN 3-453-17259-0.
⢠Bruce Fogle: Katzen. Die beliebtesten Rassen. Dorling Kindersley, Starnberg 2000, ISBN 3-8310-0019-0.
⢠Marian C. Horzinek, Vera Schmidt, Hans Lutz (Hrsg.): Krankheiten der Katze. 4., ßberarbeitete Auflage. Enke Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8304-1049-2.
⢠Sergius Golowin: GÜttin Katze. Das magische Tier an unserer Seite. Goldmann Verlag, Mßnchen 1989.
⢠Ferdinand Brunner, Kurt Hlawacek: Wie sag ich's meiner Katze. Vom Umgang mit einem eigenwilligen Hausgenossen. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-596-23009-8.
⢠Nicola Lesley Jores: Zur Kulturgeschichte der Hauskatze unter besonderer Berßcksichtigung ihrer Erkrankungen. Mensch & Buch, Berlin 2004, ISBN 3-89820-764-1 (fu-berlin.de).
⢠Detlef Bluhm: Das grosse Katzen Lexikon â Geschichte, Verhalten und Kultur von AâZ. SchĂśffling & Co. Verlagsbuchhandlung, Frankfurt/M. 2007, ISBN 978-3-89561-949-6.
Dokumentation
⢠Wie die Katze die Welt eroberte. Regie: Eric Gonzalez, Pierre-AurÊlien Combre, ARTE F, Frankreich, 52 Min. 2020.
⢠Geschichte der Tiere: Die Katze â ZDF Mediathek, 10. Juli 2016, abrufbar bis 9. August 2025 (44 Min.).
Siehe auch
Weblinks
Commons
: Hauskatze (
Felis catus
)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Katze
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikisource: Katzen
â Quellen und Volltexte
Wikiquote: Katze
â Zitate
⢠Literatur von und ßber Hauskatze im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Katze halten: Die besten Ratschläge rund um die Katzenhaltung. In: Schweizer Tierschutz (inkl. Merkblätter zur Artgerechten Haltung, Katzenernährung und weitere).
Einzelnachweise
cite-note-11. â Anzahl der Haustiere nach Tierarten bis 2021. Abgerufen am 16. Juli 2022.
cite-note-2-22. â Der Deutsche Heimtiermarkt 2023. Abgerufen am 6. August 2024.
cite-note-33. â Global invasive species database â Felis catus. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
cite-note-44. â International Cat Day: A timeline of the worldâs most fascinating feline record breakers. 8. August 2017, abgerufen am 9. Februar 2023 (britisches Englisch).
cite-note-66. â Michael S. Hand (Hrsg.), Hans Joachim Oslage (Red.): Klinische Diätetik fĂźr Kleintiere. 4. Auflage, Band 1, SchlĂźtersche 2004, ISBN 978-3-87706-893-9, S. 376.
cite-note-77. â Hauskatze â Wie alt wird eine Katze? | Lebenserwartung der Hauskatze, naanoo.de.
cite-note-geliebte-katze-de-88. â Geliebte Katze :: Altersdemenz bei Katzen. 25. August 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 25. August 2010; abgerufen am 9. Februar 2023.
cite-note-99. â Desmond Morris: Warum machen Katzen einen Buckel? Heyne, MĂźnchen, ISBN 3-453-05213-7, S. 141.
cite-note-1010. â Oldest cat ever. In: guinnessworldrecords.com. 3. August 2004, abgerufen am 19. Februar 2015 (englisch).
cite-note-1111. â Lebenserwartung der Hauskatze. Abgerufen am 9. Februar 2023.
cite-note-dib-1212. â Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mĂśgliche ManagementmaĂnahmen. (PDF) 31. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 31. Mai 2014; abgerufen am 9. Februar 2023.
cite-note-1313. â Luke Hunter, Priscilla Barret: Raubtiere der Welt. Ein FeldfĂźhrer. 1. Auflage, Haupt-Verlag, Wien u. a. 2012, ISBN 978-3-258-07727-7, S. 7.
cite-note-1414. â Sajiro Makino: An atlas of the chromosome numbers in animals. Second edition: Iowa State College Press, Ames (Iowa) 1951. Seite 281 zitiert Originalarbeiten von 1911 bis 1949.
cite-note-1515. â J. U. Pontius, J. C. Mullikin, D. R. Smith, K. Lindblad-Toh, S. Gnerre, M. Clamp, J. Chang, R. Stephens, B. Neelam, N. Volfovsky, A. A. Schäffer, R. Agarwala, K. NarfstrĂśm, W. J. Murphy, U. Giger, A. L. Roca, A. Antunes, M. Menotti-Raymond, N. Yuhki, J. Pecon-Slattery, W. E. Johnson, G. Bourque, G. Tesler, S. J. O'B: Initial sequence and comparative analysis of the cat genome. In: Genome Research. Band 17, Nummer 11, November 2007, S. 1675â1689, ISSN 1088-9051. doi:10.1101/gr.6380007. PMID 17975172. PMC 2045150 (freier Volltext).
cite-note-1616. â M. Menotti-Raymond, V. A. David, J. C. Stephens, L. A. Lyons, S. J. OâBrien: Genetic individualization of domestic cats using feline STR loci for forensic applications. In: Journal of Forensic Sciences. Band 42, Nummer 6, November 1997, S. 1039â1051, ISSN 0022-1198. PMID 9397545.
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cite-note-wasistwas-1919. â Rainer KĂśthe: Katzen. Hrsg.: Was ist Was. Band 59. Tessloff Verlag, NĂźrnberg 1991, ISBN 3-7886-0299-6, S. 48.
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cite-note-2121. â Michael Leschnik, Katharina Breifuss: Erkrankungen des Mittel- und Innenohrs beim Kleintier. In: Kleintierpraxis. 59 (2014), S. 85â99.
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cite-note-2525. â Francis H. Herrick: Homing Powers of the Cat. In: The Scientific Monthly, Bd. 14, Nr. 6 (1922), S. 525â39. JSTOR, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-2626. â R. A. Holland, I. Borissov und B. M. Siemers: Orientation and homing in displaced domestic cats: A GPS-based study. In: Animal Behaviour, 76(3) (2008), S. 1165â1173
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